Wirtschaft

Saab kann Löhne nicht mehr zahlen

Aktualisiert am 23.06.2011 9 Kommentare

Bereits gehen Gerüchte über einen Insolvenzantrag des schwedischen Autobauers um. Rettung erhofft sich Saab aus Fernost.

Schon einmal stand der schwedische Autobauer am Abgrund: Saab-Fahrer während der damaligen Rettungskampagne. (16. Januar 2010)

Schon einmal stand der schwedische Autobauer am Abgrund: Saab-Fahrer während der damaligen Rettungskampagne. (16. Januar 2010)
Bild: Reuters

Schlechter Geschäftsgang bei Nissan

Der japanische Autohersteller Nissan erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinneinbruch von 15,4 Prozent. Als Grund nannte Nissan Produktionsausfälle durch das Erdbeben und den Tsunami vom 11. März sowie ungünstige Wechselkurse. Der Gewinn werde sich von 319 Milliarden Yen (3,3 Milliarden Franken) auf 270 Milliarden Yen (2,8 Milliarden Franken) verringern. Das aktuelle Geschäftsjahr bei Nissan läuft bis März 2012. (dapd)

Artikel zum Thema

Stichworte

SwissquoteExklusiver Trading-Partner

[Alt-Text]

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Der angeschlagene Autohersteller Saab ( 17 -23.94%) hat kein Geld mehr für die Löhne. Wie das schwedische Unternehmen heute in Trollhättan mitteilte, können die fälligen Monatsentgelte für die Beschäftigten nicht ausgezahlt werden.

Weiter hiess es, dass Verhandlungen über eine schnelle Lösung des Problems geführt würden, der Erfolg aber unsicher sei. Saab-Sprecherin Gunilla Gustavs nannte die Lage im Rundfunksender SR «bedauerlich und traurig». Medienangaben über einen angeblich bevorstehenden Insolvenzantrag wollte sie nicht kommentieren. Am Vorabend waren Verhandlungen mit 800 Zulieferern über eine Stundung von Saab-Schulden gescheitert. Die Produktion im westschwedischen Trollhättan mit 3700 Beschäftigten hat seit mehreren Wochen mit kurzen Ausnahmen stillgestanden.

Morgenröte aus China?

Der niederländische Saab-Eigner Swedish Automobile (früher Spyker Cars) will das langfristige Überleben des Unternehmens durch Kapital des chinesischen Autoherstellers Zheijang Youngman Lotus und des Autogrosshändlers Pang Da sichern.

Beide haben zusammen 245 Millionen Euro als neue Teileigner zugesagt, dazu aber bisher nur eine Absichtserklärung unterzeichnet. Bemühungen um kurzfristige Gelder durch Verkauf der Saab-Anlage sind erfolglos geblieben.

Bei dem Hersteller von Autos für gehobene Ansprüche sind im ersten Quartal nur 10'000 Wagen und im zweiten fast keine mehr vom Band gerollt. Auch vor dem Verkauf durch den US-Konzern General Motors an den jetzigen niederländischen Eigner Anfang 2010 hatte Saab mit jährlichen Produktionszahlen um 100'000 zu den kleinsten Serien-Herstellern in Europa gehört. (ami/sda)

Erstellt: 23.06.2011, 10:34 Uhr

9

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

9 Kommentare

Severin Landolt

23.06.2011, 12:16 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Nicht nur in den USA und bei den PIGS sondern auch in Skandinavien geht alles vor die Hunde - Nokia und Saab sind ja nur aktuelle Beispiele. Diese Managerkasten sind Bürokraten, die nur noch an Aktienkursen und ihren Boni interessiert sind - das Resultat sehen wir. In Asien hingegen wird produziert und werden Werte und Innovationen geschaffen. Kein Wunder, wandert alles nach Fernost ab. Antworten


mars solm

23.06.2011, 11:16 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Na, ist ja fast wie mit dem Euro! Zuerst Retten dann nochmals retten und nun doch das Unvermeidliche -> Absturz. (Steht beim Euro noch an) Geht einem nun das Licht auf. Man kann was tolles mit falschen Managern zunichte machen. Antworten



Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre


Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!