Wirtschaft
Saab kann Löhne nicht mehr zahlen
Aktualisiert am 23.06.2011 9 Kommentare
Schlechter Geschäftsgang bei Nissan
Der japanische Autohersteller Nissan erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinneinbruch von 15,4 Prozent. Als Grund nannte Nissan Produktionsausfälle durch das Erdbeben und den Tsunami vom 11. März sowie ungünstige Wechselkurse. Der Gewinn werde sich von 319 Milliarden Yen (3,3 Milliarden Franken) auf 270 Milliarden Yen (2,8 Milliarden Franken) verringern. Das aktuelle Geschäftsjahr bei Nissan läuft bis März 2012. (dapd)
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Der angeschlagene Autohersteller Saab ( 17 -23.94%) hat kein Geld mehr für die Löhne. Wie das schwedische Unternehmen heute in Trollhättan mitteilte, können die fälligen Monatsentgelte für die Beschäftigten nicht ausgezahlt werden.
Weiter hiess es, dass Verhandlungen über eine schnelle Lösung des Problems geführt würden, der Erfolg aber unsicher sei. Saab-Sprecherin Gunilla Gustavs nannte die Lage im Rundfunksender SR «bedauerlich und traurig». Medienangaben über einen angeblich bevorstehenden Insolvenzantrag wollte sie nicht kommentieren. Am Vorabend waren Verhandlungen mit 800 Zulieferern über eine Stundung von Saab-Schulden gescheitert. Die Produktion im westschwedischen Trollhättan mit 3700 Beschäftigten hat seit mehreren Wochen mit kurzen Ausnahmen stillgestanden.
Morgenröte aus China?
Der niederländische Saab-Eigner Swedish Automobile (früher Spyker Cars) will das langfristige Überleben des Unternehmens durch Kapital des chinesischen Autoherstellers Zheijang Youngman Lotus und des Autogrosshändlers Pang Da sichern.
Beide haben zusammen 245 Millionen Euro als neue Teileigner zugesagt, dazu aber bisher nur eine Absichtserklärung unterzeichnet. Bemühungen um kurzfristige Gelder durch Verkauf der Saab-Anlage sind erfolglos geblieben.
Bei dem Hersteller von Autos für gehobene Ansprüche sind im ersten Quartal nur 10'000 Wagen und im zweiten fast keine mehr vom Band gerollt. Auch vor dem Verkauf durch den US-Konzern General Motors an den jetzigen niederländischen Eigner Anfang 2010 hatte Saab mit jährlichen Produktionszahlen um 100'000 zu den kleinsten Serien-Herstellern in Europa gehört. (ami/sda)
Erstellt: 23.06.2011, 10:34 Uhr
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9 Kommentare
Nicht nur in den USA und bei den PIGS sondern auch in Skandinavien geht alles vor die Hunde - Nokia und Saab sind ja nur aktuelle Beispiele. Diese Managerkasten sind Bürokraten, die nur noch an Aktienkursen und ihren Boni interessiert sind - das Resultat sehen wir. In Asien hingegen wird produziert und werden Werte und Innovationen geschaffen. Kein Wunder, wandert alles nach Fernost ab. Antworten
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