Wirtschaft

Schwaches Debüt bei weltgrösstem Börsengang

Aktualisiert am 15.07.2010

Beim womöglich bislang grössten Börsengang der Welt haben die Aktien der Agricultural Bank of China (AgBank) einen schwachen Start hingelegt.

Die Agricultural Bank of China löste an der Börse kein Erdbeben aus: Händler in Huaibei.

Die Agricultural Bank of China löste an der Börse kein Erdbeben aus: Händler in Huaibei.
Bild: Reuters

Zu Börsenschluss am Donnerstag (Ortszeit) in Shanghai notierten die Papiere bei 2,70 Yuan (rund 0,31 Euro) und damit nur 0,75 Prozent über dem Ausgabepreis von 2,68 Yuan. Analysten hatten mit Aufschlägen zwischen fünf und 15 Prozent gerechnet. Die Papiere wurden am Donnerstag in Shanghai erstmals gehandelt. Am Freitag folgt dann die Erstnotierung an der Börse in Hongkong.

Die AgBank könnte durch ihren Börsengang bis zu 22,1 Milliarden Dollar (17,3 Milliarden Euro) erlösen. Damit würde sie den weltgrössten Börsengang bislang hinlegen. Das 1951 für die Kreditvergabe an Bauern und ländliche Regionen gegründete Geldinstitut ist die letzte der vier grossen Staatsbanken Chinas, die von der kommunistischen Führung in Peking an die Börse gebracht wird.

Die anderen drei der grossen Institute sind seit 2006 börsennotiert. Von damals stammt auch der bisherige Rekord bei einem Börsengang, als die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) rund 21,9 Milliarden Dollar einsammelte. (sam/af)

Erstellt: 15.07.2010, 09:57 Uhr

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