Wirtschaft

Schweizer Wirtschaft trotzt dem rauen Umfeld

Aktualisiert am 27.07.2012 27 Kommentare

Während Europas Wirtschaft am Abgrund steht, zeigen neuste Konjunkturzahlen der ETH, dass sich die Lage in der Schweiz sogar noch verbessert.

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«Wir haben ein solides Fundament im Inland», erklärt Klaus Abberger von der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich zum überraschend starken Konjunkturbarometer für den Juli. Dessen Wert erreichte 1,43 Punkte und zeigt damit einen anhaltenden Anstieg. Im Juni hatte das Barometer revidiert bei 1,15 (zuvor 1,16) Punkten gelegen, im Januar noch bei –0,15 Punkten. Der Juli-Wert liegt deutlich über den Erwartungen. Von der Finanznachrichtenagentur AWP befragte Ökonomen hatten einen Wert zwischen 1,16 und 1,30 Punkten geschätzt.

Die jüngste Entwicklung signalisiere, dass das Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) in den nächsten Monaten zusätzlichen Schwung erhalten werde, heisst es im Communiqué des KOF. Das Vertrauen auf eine weitere Expansion der Schweizer Wirtschaft habe zugenommen.

Bau stark, Industrie und Konsum lassen nach

Positive Impulse für das Barometer kamen vom Baugewerbe und vom «Kern-BIP», also von der Industrie, dem Konsum und dem Export in die EU. In der Industrie und beim Konsum habe die Dynamik allerdings nachgelassen, hiess es. Und das Kreditgewerbe bewege sich seitwärts.

Abberger zeigt sich selber überrascht von den positiven Zahlen. Aber er sagt auch: «Bis jetzt hat sich die Schweizer Wirtschaft gut gehalten. Das hat auch damit zu tun, dass die Arbeitslosigkeit tief blieb, was wiederum für den Konsum gut ist.»

Einschätzung über nächste zwei Quartale

Das KOF Konjunkturbarometer läuft der Vorjahreswachstumsrate des Bruttoinlandproduktes (BIP) um ein bis zwei Quartale voraus. Das KOF Konjunkturbarometer ermöglicht somit eine erste Einschätzung, wie sich die Schweizer Wirtschaft im nächsten Quartal beziehungsweise in den nächsten zwei Quartalen entwickeln wird.

(sda)

Erstellt: 27.07.2012, 10:28 Uhr

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27 Kommentare

bruno-walther rudolph

27.07.2012, 11:03 Uhr
Melden 25 Empfehlung 0

ein guter artikel
> verbreiten sie zuversicht
> der aufschwung beginnt im kopf
---- genauso das gegenteil
:
was noch zu weiterer stabilität verhelfen würde sind
> existenzsichernde löhne
> die arbeitnehmer am wachstum angemessen beteiligen
> die gewinne nicht horten sondern breit streuen
wenn der rubel rollt geht es auch der wirtschaft gut
die nachfrege steigt und es enstehen neue arbeitsplätze
Antworten


Stefan Sollberger

27.07.2012, 11:10 Uhr
Melden 19 Empfehlung 0

Die Frage ist wie lange noch…kann mir nicht vorstellen, dass sich die Schweizer Wirtschaft der Krise entziehen werden kann..wäre ja auch nicht logisch. Denke alles wird hier zeitverzögernd eintreffen..die Arbeitslosenzahlen werden auch stark zunehmen..und die FPZ sowie auch der Immobilienboom werden sich noch als Boomerang erweisen... Antworten



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