Wirtschaft
Soros: US-Wirtschaft braucht weitere 600 Milliarden
Setzt grosse Hoffnungen auf Barack Obama: George Soros. (Bild: Keystone)
Artikel zum Thema
Der US-Milliardär und Investor Goerge Soros plädiert für zusätzliche Milliardenhilfen des Staates. Amerika brauche ein grosses Konjunkturprogramm, um die Städte und Bundesstaaten wieder ausreichend mit Geld zu versorgen, sagt Soros in einem Gespräch mit «Spiegel Online». Soros schätzt, dass weitere 300 bis 600 Milliarden Dollar für die angeschlagene US-Wirtschaft erforderlich sind.
Vom Ausmass der Krise überrascht
Die aktuelle Lage der Weltwirtschaft sei dramatisch, sagt Soros. «Es hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen.» Die Finanzmärkte stünden im Moment unter einem besonders grossen Druck, weil sich die USA in einer schwierigen Übergangsphase von einer Regierung zur nächsten befinde. Wie Soros weiter sagt, setzt er grosse Hoffnungen auf den künftigen US-Präsidenten Barack Obama.
Soros äussert harsche Kritik am Krisenmanagement des aktuellen US-Finanzministers Henry Paulson. Als die Investmentbank Lehman Brothers - mit verheerenden Folgen für die Finanzmärkte - zusammengebrochen sei, sei Paulson völlig unvorbereit gewesen. Auch der ursprüngliche Plan des Finanzministers, den notleidenden Banken die faulen Wertpapiere abzukaufen, sei kaum durchdacht gewesen. Für den Staat hätte es mehr Sinn gemacht, sich selbst an den Banken zu beteiligen, sagt Soros im «Spiegel»-Gespräch. (vin)
Erstellt: 22.11.2008, 21:59 Uhr
Wirtschaft
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

