Wirtschaft
Spanair darf nicht mehr abheben
Aktualisiert am 27.01.2012 9 Kommentare
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Die angeschlagene spanische Fluggesellschaft Spanair stellt ihren Betrieb vollständig ein. Dies teilte am Freitagabend das für den Luftverkehr zuständige Ministerium in Madrid mit. Zugleich forderte es die vorwiegend in Spanien aktive Gesellschaft auf, «ihrer Verantwortung gegenüber den Passagieren» gerecht zu werden. Die Erklärung wurde nach einer kurzfristig anberaumten Sitzung des Verwaltungsrats bekannt gegeben.
Die Region Katalonien, die einer der wichtigsten Anteilseigner der Firma ist, hatte zuvor erklärt, dass sie wegen der «aktuellen Krise» der finanziell angeschlagenen Fluglinie keinen neuen Kredit geben könne. Diese Entscheidung sei nach dem Scheitern der Verhandlungen von Spanair mit Qatar Airways über eine finanzielle Partnerschaft getroffen worden, hiess es. Die Region hatte im Januar 2011 Spanair einen Notkredit von 10,5 Millionen Euro gewährt. Zuvor flossen laut Medienberichten bereits rund 90 Millionen Euro öffentliche Mittel in die Fluglinie.
Am Freitagabend war es bereits nicht mehr möglich, auf der Internetseite der Gesellschaft Tickets zu reservieren. Spanair war 1986 gegründet worden und 2009 von spanischen Aktionären, darunter der Region Katalonien, übernommen worden. Die Firma war im August 2008 durch den Unfall einer ihrer Maschinen am Flughafen von Madrid schwer getroffen worden. Das Flugzeug war beim Start abgestürzt. 154 Menschen starben bei dem Unglück. Danach wurde das Unternehmen umstrukturiert. Von den zuvor 4000 Angestellten wurden 1100 entlassen.
(mrs/AFP)
Erstellt: 27.01.2012, 21:40 Uhr
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9 Kommentare
American Airlines hat nicht das Zeitliche gesegnet. AA ist in Chapter 11 Gläubigerschutz und wird derzeit reorganisiert. Der Flugbetrieb an sich wurde nie eingestellt.
Ganz unabhängig von Wartungs-Qualität und Steuergeldern, war das Geschäftsmodell von Spanair nicht umsetzbar. Mit dem Kostenniveau einer Netzwerk-Gesellschaft, aber ohne einträgliches Langstrecken-Netzwerk, konnte die Airline auf den Kurzstrecken, v.a. ab Barcelona, nicht mit Easjet, Ryanair, Vueling,.. konkurrieren, welche bei viel tieferen Kosten einen vergleichbaren Service liefern. (vgl. BMI) Antworten
Da sollen doch 90 Millionen Steuergelder geflossen sein und für mich stellt sich da die Frage: 90 Mio. für eine Gesellschaft die fast nur für die Tourismusbransche tätig war? Konkret wir Ferienhungrigen nehmen Geld von von den Steuern die ein Spanier bezahlt hat! Auch hier wäre ein Umdenken nötig! Antworten
Ach, haben wir wieder eine Möglichkeit gefunden, schlechtes Gewissen zu haben?
Die wahren Schuldigen sind nicht die Mechaniker sondern Sanierer und Politiker die oben verteilen und unten streichen. Wer sich wehrt wird "in den Hintern getreten" Ich habe im Auftrag von Swissair 3 Jahre Spanair-Flugzeuge gewartet. Zu keinem Zeitpunkt wurde uns genuegend Zeit und Infrastruktur zur Verfuegung gestellt um unsere Arbeit den Sicherheitsanforderungen entsprechend durchzufuehren. Antworten
Wie ich von sicheren Quellen weiss, ist nicht nur Spanair eine der gemiedenen Fluggesellschaften. Da gibt es Luftfahrtgesellschaften die lassen ihre Flugzeuge von Mechanikern in der Wüste warten ohne Schutzabdeckung den Getrieben und mit vergessenen Aluleitern im Seitenleitwerk. Für einen CH Mechaniker ein Graus was er da erlebte. Sicherheitsjeks werden abgebrochen, weil das Flugi weiter muss.
Als ich im Juli 2008 von Teneriffa nach Zürich geflogen bin, habe ich es tunlichst vermieden mit Spanair zu fliegen, die finanzielle Krise war damals schon mehr als bekannt und wo wird da wohl als erstes gespart ? Natürlich bei den Sicherheitsvorkehrungen und Herr Häfliger muss es ja wissen.
Ich erinnere mich dass Spanair bereits vor der Uebernahme der span. Aktionären immerwieder für negative Schlagzeilen i.S. von Sicherheit sorgten. Es scheint mir auch nicht an den Mechanikern zu liegen .....

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