Wirtschaft

Swatch erzielt das drittbeste Resultat der Firmengeschichte

Aktualisiert am 20.01.2010

Der weltgrösste Uhrenkonzern Swatch Group hat sich wieder gefangen. Umsatz und Gewinn haben sich im zweiten Halbjahr verbessert. Und das deutlich.

Basis der Erfolgs: Die Swatch-Uhren machten den Konzern zum globalen Marktführer.

Basis der Erfolgs: Die Swatch-Uhren machten den Konzern zum globalen Marktführer. (Bild: Keystone)

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Swatch gibt der Uhrenindustrie den Takt an: Obwohl der weltweite Branchenführer 2009 gut 8 Prozent weniger umsetzte, war es dennoch das drittbeste Resultat der Firmengeschichte. Im Monat Dezember verkaufte Swatch soviel wie nie zuvor an einem Jahresende.

Der Bruttoumsatz betrug 5,42 Mrd. Franken (-8,1%), wie der Hersteller von Marken wie Blancpain, Omega und Breguet am Mittwoch überraschend bekannt gab. Ohne ungünstige Währungseffekte wäre die Zahl gut 100 Millionen Fr. höher gewesen.

Im zweiten Halbjahr zogen die Verkäufe im Vergleich zum ersten Semester deutlich an, wie es heisst. Von Januar bis Juni war der Umsatz noch um 15,3 Prozent auf 2,48 Mrd. Fr. gesunken. Der Dezember sei sogar «phänomenal» verlaufen mit dem höchsten jemals in einem Monat Dezember erzielten Umsatz.

Marktanteile gewonnen

Der Gewinn dürfte im zweiten Halbjahr ebenfalls besser ausfallen als in der ersten Jahreshälfte (Damals: -28% auf 301 Millionen Franken). Die vollständigen Zahlen publiziert das Bieler Unternehmen am 11. März.

Swatch sieht sich als Krisengewinnerin: Die Gruppe mit ihrer breiten Palette von Produkten in allen Preissegmenten habe ihre Marktanteile in den meisten Märkten und Regionen erhöht.

Dies leitet Swatch von den Exportzahlen der Schweizer Uhrenindustrie ab, welche das Unternehmen übertroffen habe. Die Schweizer Branche verzeichnete in den ersten elf Monaten einen Rückgang um 24 Prozent.

In der Wirtschaftskrise werde das Spreu vom Weizen getrennt, insbesondere Käufer von Uhren suchten dann Qualität und Mehrwert, schreibt Swatch in der Mitteilung.

Mittelpreisige Uhren gefragt

Der Umsatz im Segment Uhren & Schmuck sank um 7,7 Prozent auf 4,43 Mrd. Franken. Zu konstanten Wechselkursen betrug das Minus 5,5 Prozent.

Swatch profitierte von ihrem breiten Sortiment mit 19 Uhrenmarken: Die mittlere Preisklasse, etwa Omega, habe sich ausgezeichnet verkauft, und damit die schwächere Nachfrage nach Luxusgütern ausgeglichen.

Im zweiten Halbjahr hätten die Verkäufe in zahlreichen Regionen angezogen, Länder wie die USA, Japan und Spanien ausgenommen. Der Semesterumsatz sei - ohne Fremdwährungseffekte - fast 5 Prozent höher gewesen als in der Vergleichsperiode des Vorjahrs.

Schwieriges Marktumfeld

Deutlich grössere Einbussen hatten die beiden anderen Swatch- Segmente: In der Produktion sank der Umsatz um 17,7 Prozent auf 1,49 Mrd. Franken.

Swatch begründet dies unter anderem mit der Verzögerung zwischen der Produktion und dem Verkauf der Uhren an den Endkunden. Kunden stornierten zudem Aufträge für Uhrwerke und Komponenten.

Bei den Elektronischen Systemen verringerte sich der Umsatz um gut ein Viertel auf 394 Mio. Franken. Wird der Verkauf der Tochterfirmen Michel und Sokymat 2008 ausgeklammert, betrug der Umsatzrückgang 14,7 Prozent.

Hoffnung auf Olympia

Der Ausblick von Swatch tönt optimistisch: Der Uhrenhersteller ist zuversichtlich, 2010 den Umsatz organisch, also aus eigener Kraft, steigern zu können. Der Trend sei positiv, mit «exzellenten» Verkäufen im Januar und einem guten Auftragseingang für die kommenden Monate.

Einen Schub erhofft sich Swatch von den bevorstehenden Olympischen Winterspielen: Die Marke Omega ist der offizielle Zeitmesser an der Grossveranstaltung im kanadischen Vancouver.

Die Zahlen von Swatch hätten positiv überrascht, kommentierten Analysten. Vor allem der sehr zuversichtliche Ausblick und das starke Wachstum im letzten Quartal hätten überzeugt.

Im frühen Handel notierten die Inhaberaktien des Uhrenkonzerns im leicht negativen Gesamtmarkt 0,5 Prozent tiefer auf 295.4 Franken. Es gelte zu beachten, dass die Aktie in letzter Zeit bereits stark zugelegt habe, merkt die Bank Wegelin an. Seit Juni hat der Titel 79 Prozent an Wert gewonnen und damit den Gesamtmarkt deutlich geschlagen. (raa/ddp)

Erstellt: 20.01.2010, 09:56 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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