Wirtschaft
Tessiner Kantonalbank trotzt der Steueramnestie
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Die Auswirkungen der italienischen Steueramnestie und den damit verbundenen Kapitalabfluss, den andere Banken beklagten, bekam die Tessiner Kantonalbank nicht zu spüren. Die von ihr verwalteten Vermögen stiegen im letzten Jahr um 4,1 Prozent auf 7,062 Milliarden Franken an. Da man überdies in den Boomjahren zwischen 2002 und 2006 keine Risiken eingegangen sei, habe man nun wegen der Finanzkrise auch keine direkten oder indirekten Verluste erlitten, schreibt die Bank.
Das Finanzistitut hat im vergangenen Jahr einen Reingewinn von 38,6 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um 4,4 Prozent. Es handelt sich um das beste Ergebnis in der Geschichte der 1915 gegründeten Bank.
Mehr Geld für den Kanton
Grosse Sprünge machte die Bank im Hypothekargeschäft, ihrem wichtigsten Geschäftsfeld. Hier verzeichnete sie einen Zuwachs von 7,1 Prozent auf insgesamt 5,563 Mrd. Franken. Die Bank betonte in einem Communiqué, dass sie nicht von ihrer Philosophie abgewichen sei und bei der Vergabe von Hypotheken und Krediten höchste Vorsicht habe walten lassen. Das Kreditgeschäft stieg um 6,2 Prozent auf 1,397 Milliarden Franken an. In einer ähnlichen Grössenordnung (+6,1 Prozent) wuchs die Bilanzsumme, die nun ein wenig mehr als 8 Milliarden Franken beträgt.
Dank den guten Ergebnissen liefert die Bank dem Kanton einen Rekordbeitrag in der Höhe von 27,4 Millionen Franken ab. Dies sind vier Prozent mehr als im Vorjahr. Für das laufende Jahr rechnen die Verantwortlichen der Bank um Präsident Fulvio Pelli mit ähnlichen Ergebnissen. (cpm/sda/)
Erstellt: 05.03.2010, 16:13 Uhr


