Wirtschaft

Teure Zitterpartie um den A400M von EADS

Aktualisiert am 28.07.2009

Der europäische Flugzeug- und Rüstungskonzern EADS wird durch die Verzögerungen beim Bau des Militärtransporters stark belastet.

Video: EADS

Das Transportflugzeug bleibe das grösste finanzielle Risiko für den Konzern, räumte Unternehmenschef Louis Gallois am Dienstag ein.

Wegen der Verzögerungen und eventueller Nachverhandlungen könnten noch «wesentliche Ergebnisbelastungen» auf den Konzern zukommen. Seit Anfang vergangenen Jahres hat der A400M das Ergebnis von EADS bereits mit fast 900 Millionen Euro belastet.

Die beteiligten Nato-Staaten hatten dem Flieger vergangene Woche zwar eine Gnadenfrist bis Ende des Jahres gewährt. Wie es genau weitergeht, wird sich allerdings erst in den nächsten Monaten entscheiden.

Theoretisch könnten die beteiligten Staaten Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Spanien, die Türkei, Belgien und Luxemburg aussteigen. EADS müsste dann Anzahlungen in Höhe von 5,7 Mrd. Euro zurückzahlen.

«Keine Panik»

Doch EADS kämpft nicht nur mit dem A400M. Die Geschäfte litten im ersten Halbjahr auch unter der Flaute in der Luftfahrt, einem schwachen Dollar und sinkenden Flugzeugpreisen.

Der Betriebsgewinn ging um 23 Prozent auf 888 Millionen Euro zurück, das Konzernergebnis um sechs Prozent auf 378 Millionen Euro. Der Umsatz legte nur leicht auf 20,2 Mrd. Euro zu.

Die Marktlage sei weiter instabil, erklärte EADS. Die Fluggesellschaften stünden immer noch unter Druck. «Es gibt aber keine Panik», versicherte Gallois.

Prognose bekräftigt

Insgesamt bekräftigte EADS seine Prognosen für das Gesamtjahr. Brutto hat sich Airbus 300 Bestellungen zum Ziel gesetzt, bezeichnet dies nach nur 90 Stück von Januar bis Juni aber als herausfordernd.

Bei mindestens 483 Auslieferungen von Airbus-Flugzeugen soll der Umsatz des EADS-Konzerns auf dem Niveau des Vorjahres von rund 43 Mrd. Euro liegen. Das operative Ergebnis werde in der zweiten Jahreshälfte positiv, aber geringer ausfallen als in den ersten sechs Monaten. (se/sda)

Erstellt: 28.07.2009, 15:39 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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