Wirtschaft

UBS: Statt Boni gibt es höhere Fixlöhne

Von Ralph Pöhner. Aktualisiert am 02.03.2009 99 Kommentare

Nach dem Debakel mit den Boni setzt die Grossbank nun auf höhere Fixlöhne – und zwar massiv. Zum Teil werden die Gehälter bei Investmentbankern offenbar glatt verdoppelt.

Boni? Welche Boni? - Anti-Bonus-Demo der Jungsozialisten vor dem Zürcher UBS-Hauptsitz, Ende Januar.

Boni? Welche Boni? - Anti-Bonus-Demo der Jungsozialisten vor dem Zürcher UBS-Hauptsitz, Ende Januar. (Bild: Keystone)

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Umgerechnet eine halbe Million statt nur 300'000 Franken pro Jahr für einen Kadermann in London - dies das konkrete Beispiel einer Lohnerhöhung bei der UBS. Oder genauer: So sieht eine Fixlohn-Erhöhung bei der UBS aus. Wie die «New York Times» unter Berufung auf mehrere interne Quellen berichtet, baut die Grossbank nach dem Abbau bei den Boni ein Gegengewicht auf. Allerdings – so urteilt die Zeitung – liege die Gesamtsumme für die einzelnen Investmentbanker in London oder New York immer noch tiefer als zu Zeiten der Bonusschwemme.

Die UBS wollte die Meldung nicht kommentieren. Bekannt ist, dass die Bank ihr Salärsystem grundsätzlich revidiert. Unter anderem plant sie die Möglichkeit, bis zu drei Jahre lang bei schlechtem Geschäftsgang früher ausbezahlte Gelder wieder zurückzufordern.

Mit der Tendenz, statt Boni einfach höhere Fixlöhne auszubezahlen, vollzieht die Bank auch eine grundsätzliche Kehrtwende. In der Schweiz gehörte die UBS in den letzten Jahren zu jenen Häusern, welche Fixlöhne am aggressivsten senkten, um den Bonus-Anteil hochzufahren.

Viele Beförderungen

Wie die «SonntagsZeitung» gestern zudem meldete, hat die Grossbank tausende Beförderungen ausgesprochen, nämlich rund 1500 im Investmentbanking und über 3000 im Private Banking und Firmenkundenbereich. Auch diese Rochaden seien verbunden mit Lohnerhöhungen. Die Finma achte jedoch darauf, dass die UBS den Widerstand gegen die Boni nun nicht einfach mit Fixlohnerhöhungen und Beförderungen unterlaufe. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 02.03.2009, 16:59 Uhr

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99 Kommentare

Robert Herz

02.03.2009, 16:43 Uhr
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Solche Entwicklungen dokumentieren doch nur die Absicht der Grossbank, im Wesentlichen genau gleich weiterzumachen wie bis anhin. Man geht davon aus, dass das Investmanebanking sich als Blase wieder neu aufzublasen beginnt und man dann diese Saläre wieder reinbekommen wird. Und man will auf alle Fälle die Leute halten, die das Scheitern Ihrer Strategien nicht früh genug erkannt haben. Antworten


Hans Ulrich Suter

02.03.2009, 16:21 Uhr
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Das hat wohl durchaus seine Richtigkeit. Die Fixlöhne sind ja dann auch eher vergleichbar als irgendwelche versteckten Leistungen, auch da die wohl zum Teil dem OR widersprechen. Wenn die Fixlöhne dann zu hoch sind, sind sie einfach korrigiervbar durch die Aktionäre, oder durch Aktionen der Gewerkschaften. Antworten



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