Wirtschaft

UBS erhöht ihre Grundlöhne

Aktualisiert am 27.10.2009

Nach der Credit Suisse passt nun auch die zweite Schweizer Grossbank ihre Salärpraxis an: Die fixen Löhne sollen steigen, die Boni sinken.

Der variable Lohnanteil war gegenüber dem festen zu hoch: UBS-Chef Oswald Grübel passt nun die Gehälter an.

Der variable Lohnanteil war gegenüber dem festen zu hoch: UBS-Chef Oswald Grübel passt nun die Gehälter an. (Bild: Keystone)

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Nach der Credit Suisse will nun auch die UBS ihre Salärpraxis anpassen. Einem internen Memo zufolge soll ein grösserer Gehaltsanteil als Fixlohn statt als Bonus ausbezahlt werden.

Damit soll die Gehaltspolitik den kürzlich verabschiedeten Richtlinien der G-20-Länder angepasst werden. Das neue System solle allerdings erst eingeführt werden, wenn die wichtigsten Geschäftsbereiche wieder schwarze Zahlen schreiben.

«In gewissen Fällen besonders hoch»

Nachdem die UBS im Zuge der Finanzkrise Staatshilfe in Anspruch nehmen musste, überarbeitete sie im vergangenen Jahr ihre Vergütungs-Richtlinien. Nun soll ein weiterer Schritt getan werden.

«Bei den UBS war das Verhältnis von der variablen zur festen Vergütung in gewissen Fällen besonders hoch», hiess es in dem der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorliegenden Memo, das an die UBS-Mitarbeiter gegangen war. «In Zukunft sollte der Fixlohn bei der UBS hoch genug sein, dass der variable Anteil von Jahr zu Jahr angepasst werden kann und gleichzeitig sichergestellt ist, dass die Gesamtvergütung dem Marktstandard entspricht.»

Es zählt das Ergebnis

Die Boni sollen sich an der Rentabilität der jeweiligen Sparte nach Abzug der Kapitalkosten bemessen. Dazu kommen weitere Indikatoren wie die Ertrags-Qualität oder die Marktposition der Division.

Internationale Geschäftsbanken sind in der jüngeren Vergangenheit wegen der Bonuszahlungen immer wieder unter Beschuss geraten. Kritiker warfen ihnen vor, ihre Mitarbeiter mit hohen Bonusversprechen zu riskanten Geschäften verleitet zu haben. Credit Suisse, die die Krise aus eigener Kraft überstand, hatte vergangene Woche bekannt gegeben, dass sie den Bonus-Anteil an den Gehältern ihrer gut 7000 Topmanager vom nächsten Jahr an reduziert. (oku/sda)

Erstellt: 27.10.2009, 20:11 Uhr

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