Wirtschaft

UBS ist laut Finma noch nicht über den Berg

Aktualisiert am 08.10.2009 2 Kommentare

Daniel Zuberbühler hat sich in einem Interview dezidiert zur Lage der Schweizer Grossbank geäussert.

UBS ist «nicht mehr auf der Intensivstation»: Finma-Vizepräsident Daniel Züberbühler.

UBS ist «nicht mehr auf der Intensivstation»: Finma-Vizepräsident Daniel Züberbühler. (Bild: Keystone)

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Die mit staatlicher Hilfe gerettete Grossbank UBS ist laut dem Finma-Vizepräsidenten Daniel Zuberbühler noch nicht über den Berg. Verglichen mit der Situation vor einem Jahr stehe sie deutlich besser da und liege «nicht mehr auf der Intensivstation», sagte Zuberbühler am Donnerstag im «Tagesgespräch» von Schweizer Radio DRS. Erledigt sei die Sache aber erst, wenn die Bank wieder profitabel sei, und zwar nicht nur im Investmentbanking. Entsprechend bekräftigte er auch frühere Aussagen von Finma-Präsident Eugen Haltiner und Nationalbank-Direktoriumsmitglied Thomas Jordan, wonach die ausgelagerten faulen Papiere nicht an die UBS zurückverkauft werden, bis die Bank völlig stabilisiert ist.

Zuberbühler äusserte sich ausserdem zu den laufenden nationalen und internationalen Abklärungen zum Problem der Systemrisiken. Dabei geht es darum zu verhindern, dass in Krisen systemrelevante Institute mit Steuergeldern gerettet werden müssen. Was sicher nicht kommen werde und hoffentlich nicht nötig sei, sei die Aufspaltung der UBS in mehrere Baby-UBS beziehungsweise der CS in mehrere Baby-CS, sagte Zuberbühler.

Am Schluss werde es wohl eine Mischung sein aus viel mehr Eigenkapital und gewissen Restrukturierungen, um die Selbstständigkeit einzelner Unternehmensbereiche zu vergrössern. Zuberbühler hofft dabei, dass auch das Parlament zu entsprechenden Reformen bereit sein wird. (sam/ap)

Erstellt: 08.10.2009, 15:09 Uhr

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2 Kommentare

Richard Sieber

08.10.2009, 18:29 Uhr
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Die Systemkorrekturen werden nun so lange auf die "lange Bank" geschoben bis sich die Situation etwas gebessert hat. Dann werden sich die Parteien gegenseitig im Parlament blockieren und am Schluss ist die Situation beinahe wieder die alte - genau wie es sich die meisten Banken, resp. die Bankenchefs wünschen. Antworten


Nadine Binsberger

09.10.2009, 12:33 Uhr
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Banke sind vielleicht systemrelevant. Aber kann oder darf so ein unmögliches System gesellschaftlich relevant sein? Antworten



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