Wirtschaft
US-Arbeitnehmern droht das «Abstellgleis»
Von Bernhard Fischer. Aktualisiert am 02.09.2011 16 Kommentare
Viele stehen vergebens an: Arbeitsuchende in Independence, Ohio. (Bild: Keystone )
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Ricardo Garcia: Head of Global Research, UBS.
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Die Zahlen für den US-Jobmarkt im August sind da. Ist das Ergebnis überraschend?
Der Markt hat 68'000 neue Stellen für den Monat August erwartet. Geworden sind es null. Zudem mussten die Zahlen des Monats Juli nach unten korrigiert werden, und zwar von 117'000 auf 85'000. Zuerst haben Informationen über die Anträge zur US-Arbeitslosenversicherung im Monat August noch zuversichtlich gestimmt. Jetzt haben Hurrikan Irene, der Kapitalmarktschock, das Erdbeben an der Ostküste, der US-Schuldenstreit und getrübte Konjunkturaussichten endgültig den US-Arbeitsmarkt lahmgelegt.
Der Markt istvon einer Prognose von 68'000 neu geschaffenen Stellen ausgegangen. Wirken sich 68'000 neue Stellen bei 14 Millionen Arbeitslosen überhaupt aus?
Im Vergleich zu den aggregierten Gesamtzahlen der US-Volkswirtschaft und den Arbeitsmarktzahlen sind 68'000 neue Stellen verschwindend gering. Aber nur auf den ersten Blick. Denn was für den Markt zählt, ist der Trend und die Zahl der Arbeitslosen im Verhältnis zu den neu geschaffenen Stellen. In den USA gilt im Moment eine Arbeitslosenquote von 9,1 Prozent. Das sind rund 14 Millionen Menschen, die keine Arbeit haben, was sich auch negativ auf den Konsum auswirkt. Je länger diese Leute ohne Arbeit sind, desto mehr verlieren sie ihre beruflichen Fähigkeiten und drohen auf dem Abstellgleis zu landen.
Was passiert, wenn es auf diesem niedrigen Niveau bleibt?
Es besteht jetzt das Risiko, dass die Unternehmen ihre Investitionspläne überdenken. Hinzu kommt, dass das Vertrauen der Konsumenten in den USA noch schlechter ist als in der Eurozone. Wenn die Unternehmen darauf reagieren und die Investitionen zurückfahren, dann sinkt auch die Beschäftigung und damit der Konsum.
Was sind die Aussichten für den US-Jobmarkt?
Eine hohe Arbeitslosigkeit wird nur über viele Jahre verteilt wieder abgebaut. Im Monat August haben der Schock an den Kapitalmärkten und die Zuspitzung der Krise zu einem Dämpfer auf dem Arbeitsmarkt geführt. Wenn die Zahl neuer Stellen auf ein so niedriges Niveau sinkt, dann sind die Unternehmen offenbar risikoaverser geworden. In der Folge könnten auch in den nächsten Monaten keine oder weniger neue Stellen geschaffen und das würde sich dann kumulieren.
Was sind die Auswirkungen auf die anderen grossen Volkswirtschaften der Welt?
Die USA sind der wichtigste Exportmarkt für die Europäische Union. Rund 18 Prozent der Exporte gingen 2010 in die USA. Wenn die US-Wirtschaft schrumpft, dann schrumpfen auch die Exporte dorthin. Das gilt auch für Exporte von China in die USA. Deshalb wird es auch Zweitrundeneffekte geben, weil schrumpfende Exporte Chinas in die USA letztlich auch weniger Nachfrage aus China nach Produkten aus Europa bedeuten.
(baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.09.2011, 16:16 Uhr
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16 Kommentare
Das ist erst der Anfang vom Ende bei den Amis! Neue Steuern und die ständigen Klagen der Amis für ausländische Firmen (Pharma, Finanzen etc.) lässt keine vernünftigen Investments mehr in den USA zu! Sie sind gerade dabei ihr eigenes Grab zu schaufeln! Antworten
Mittlerweile beziehen über 45 Mio Amerikaner Lebensmittelmarken...die Einkommens-+ Vermögensschere öffnet sich weiter. Der Kapitalismus oder der die USA schaffen sich selber ab?, wenn das soziale Pulverfass mal hochgehen sollte. Gibt es dann vielleicht Feinbilder?+das"gebildete?"republikanische+"US"Volk verteidigt mit Händen+Füssen die Steuergeschenke-fast so wie die $VP+deren FDP Vasallen... Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

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