VW muss 4,3 Milliarden Dollar zahlen

Volkswagen steht im Abgasskandal vor einer weiteren Einigung mit US-Behörden.

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Volkswagen hat mit dem US-Justizministerium einen milliardenteuren Vergleich im Dieselskandal ausgehandelt: Das Ministerium teilte am Mittwoch in Washington mit, der Konzern werde Strafzahlungen in einer Gesamthöhe von 4,3 Milliarden Dollar leisten. Volkswagen werde sich des Betrugs schuldig bekennen, um strafrechtliche Ermittlungen zu vermeiden.

Der Konzern wird nach eigenen Angaben eine Strafzahlung in Höhe von 2,8 Milliarden Euro leisten. Er stimmte ausserdem einer kombinierten Strafzahlung in Höhe von 1,45 Milliarden Dollar zu, um Umweltschutzklagen des Bundes sowie Zoll-bezogene zivilrechtliche Ansprüche in den USA beizulegen.

Wie das US-Justizministerium weiter mitteilte, sind im Zusammenhang mit der Abgasaffäre bei Volkswagen in den USA fünf weitere Konzernmitarbeiter beschuldigt worden. Ihnen werde Betrug vorgeworfen. Bereits am vergangenen Wochenende war in Florida ein VW-Manager festgenommen worden.

Nicht der erste Milliarden-Deal

Der VW-Vorstandsvorsitzender Matthias Müller erklärte am Mittwoch: «Volkswagen bedauert die Handlungen, die zur Dieselkrise geführt haben, zutiefst und aufrichtig.» Das Unternehmen werde «weiter mit Nachdruck den Wandel im Denken und Handeln vorantreiben».

Um zivilrechtliche Klagen in den USA aus der Welt zu schaffen, hatte VW in den vergangenen Monaten bereits mehrere milliardenschwere Vereinbarungen ausgehandelt. So muss der Konzern 14,7 Milliarden Dollar wegen der Abgasmanipulationen bei rund 480'000 Fahrzeugen mit Zwei-Liter-Motoren zahlen.

Unternehmensspitze beteuert Unschuld

Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck der US-Behörden zugegeben, weltweit in elf Millionen Dieselautos verschiedener Marken die illegale Software eingebaut zu haben. Dadurch wurden bei Tests deutlich niedrigere Werte an gesundheitsschädlichen Stickoxiden angezeigt.

Der Konzern beteuert bis heute, dass die Unternehmensspitze von den Manipulationen nichts gewusst habe und diese umgehend bei den Behörden zugegeben habe, nachdem sie davon in Kenntnis gesetzt worden sei. (jdr/sda)

Erstellt: 11.01.2017, 20:48 Uhr

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