Wirtschaft
Ärger über Fiskus: Deutscher Schrauben-König investiert in der Schweiz
Aktualisiert am 18.12.2008 22 Kommentare
Vor wenigen Tagen gab die Würth-Gruppe bekannt, dass sie ihre Auslandsaktivitäten künftig komplett aus Rorschach SG steuert. Der Stammsitz im deutschen Künzelsau in der Nähe von Stuttgart wird nur noch für das Inlandsgeschäft zuständig sein.
Die Firmengruppe beschäftigt weltweit 65'000 Menschen und hat im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz von 8,49 Milliarden Euro erzielt. Die Region darf sich über bis zu 500 neue Arbeitsplätze freuen, wie die Stadt Rorschach schrieb.
Würth will Österreicher werden
Heute wurde zudem bekannt, dass die österreichischen Behörden derzeit einen Antrag Würths auf Erteilung der Staatsbürgerschaft prüfen. Das bestätigte heute eine Unternehmenssprecherin.
In einem vertraulichen Schreiben an die Regierung in Wien, das den «Stuttgarter Nachrichten» vorliegt, hat der Schraubenmilliardär die Absicht erklärt, seinen Wohnsitz nach Salzburg zu verlegen. Seine deutsche Staatsangehörigkeit wolle der 73-jährige Unternehmer dennoch behalten.
Verfahren wegen Steuerhinterziehung
Zu den Hintergründen für den Staatsbürgerschaftsantrag wollte sich die Sprecherin nicht äussern. Zuletzt war mehrfach spekuliert worden, der Firmen-Patriarch wolle Deutschland verlassen.
Als mögliche Gründe wurden seine Unzufriedenheit mit der deutschen Steuerpolitik und seine Verärgerung über die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen ihn wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung genannt. Im Sommer war die Akte gegen Zahlung eines Strafbefehls in Millionenhöhe geschlossen worden. Würth gilt seitdem als vorbestraft. (oku/ap)
Erstellt: 18.12.2008, 09:56 Uhr
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22 Kommentare
"In einem vertraulichen Schreiben an die Regierung in Wien, das den «Stuttgarter Nachrichten» vorliegt..." Was motiviert wohl einen Beamten, sowas zu veröffentlichen? Wozu vertraulich? Herr Würth hätte seinen Brief doch grad als ganzseitiges Inserat veröffentlichen können. Antworten
Das ist die einzig richtige Antwort auf die Geldverschleuderung der Deutschen Regierung und ihre Unfähigkeit eine brauchbare Arbeitsbeschaffung durch Anreize und nicht durch Bestrafung zu generieren. Ueber 100 000 arbeiten beim deutschen BAM. Aber die CH unflätig zu beschimpfen, weil wir es etwas besser machen und über 100 000Deutsche in der CH arbeiten und bei uns wohnen und Steuern zahlen wollen Antworten
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