Wirtschaft

Weiterer Banken-Notverkauf in den USA

Aktualisiert am 24.10.2008

Die Finanzkrise hat erneut eine notleidende US-Bank in einen vom Staat gestützten Verkauf getrieben.

Nach Milliardenverlusten rettet sich die grosse Regionalbank National City in die Arme des Wettbewerbers PNC Financial Services. PNC kauft National City für knapp 5,6 Mrd. Dollar, die zum Grossteil in Aktien gezahlt werden. Der Staat schiesst im Rahmen seines Banken-Rettungspakets 7,7 Mrd. Dollar Kapital zu, wie die Banken mitteilten.

PNC mit Sitz in Pittsburgh (Pennsylvania) steigt durch die Übernahme laut eigenen Angaben zur fünftgrössten US-Bank gemessen an den Einlagen auf. National City mit der Zentrale in Cleveland (Ohio) hatte sich mit Kreditgeschäften überhoben.

Die Finanzkrise hat in den US-Bankenbranche eine Übernahmewelle ausgelöst. Besonders das Privatkundengeschäft mit stabilen Einnahmen ist inzwischen sehr begehrt. Hier kristallisieren sich gerade wenige führende Banken heraus. Die Aufsichtsbehörden erwarten weitere Übernahmen. (vin/sda)

Erstellt: 24.10.2008, 17:00 Uhr

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