Wirtschaft

Wird Saab doch noch gerettet?

General Motors hat den schwedischen Autoproduzenten Saab fallengelassen. Überraschend gibt es jetzt neue Hoffnung.

1/13 «Save Saab» - rettet Saab: Der Autokonzern hat Millionen Fans auf der ganzen Welt.
Bild: Keystone

   

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Der niederländische Sportwagenbauer Spyker Cars hat überraschend ein neues Übernahmeabgebot für den schwedischen Autoproduzenten Saab ( 16.564 -1.90%) vorgelegt. Man sei bereit, «alle Hindernisse für eine rasche Übernahme aus dem Weg zu räumen», sagte Spyker-Chef Victor Muller. Das Angebot an General Motors, den US-Mutterkonzern der Traditionsmarke Saab, gelte bis einschliesslich Montag. «Wir fordern GM auf, dies seriös in Erwägung zu ziehen», sagte Muller am Sonntag.

Angaben zur Höhe der neuen Offerte machte der Spyker-Chef nicht. Er erklärte aber, dass Saab «vollständige finanzielle Unterstützung bekommen würde, um als weltweite Marke konkurrenzfähig zu sein». Eine Übernahme würde auch Spyker grosse Vorteile bieten. Unter anderem bekäme das niederländische Unternehmen dadurch Zugang zum weltweiten Händlernetz von Saab.

General Motors hatte am Freitag Gespräche über einen Verkauf von Saab an Spyker Cars für gescheitert erklärt. Die Geschäftstätigkeit von Saab werde eingestellt. Den 3400 Mitarbeitern werde von Januar an gekündigt.

Anfragen von mehreren Seiten

Spyker Cars galt mit russischen und arabischen Investoren als letzter Interessent für den schwedischen Hersteller. Ein GM-Sprecher hatte aber auch erklärt, man sei «weiter offen für Angebote». Denkbar sei der Verkauf von Fertigungsanlagen oder etwa der Markenrechte.

Das Interesse an Saab ist vorhanden: Seit Freitag seien Anfragen von mehreren Seiten eingegangen, teilte GM auf seiner Internetseite mit. Jede von ihnen werde nun geprüft. Bis zum Abschluss dieses Prozesses wollte sich der US-Konzern nicht eingehender äussern. (vin/sda/)

Erstellt: 20.12.2009, 18:46 Uhr

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