Wirtschaft

Wo Europas Studenten am liebsten arbeiten

Von Rita Flubacher. Aktualisiert am 27.05.2011 18 Kommentare

Ob Ökonom, IT-Spezialist, Geisteswissenschafter oder Ingenieur: Zwei Firmen dominieren die Wunschliste der Studenten, auf der auch ein Schweizer Konzern zu finden ist.

Rang Wirtschafts-wissenschaften Ingenieurs-
wesen
Geistes-wissenschaften Natur-wissenschaften IT

In Klammer Rang der Umfrage 2010. Quelle: TA-Grafik / Universum Pan-European Survey 2011.


Beliebt bei Absolventen aller Studienrichtungen: Apple und Google. (Bild: Reuters )

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Das internationale Beratungsunternehmen Universum befragt regelmässig Studenten, wo sie am liebsten arbeiten und Karriere machen würden. In die neuste Umfrage wurden 20'000 Studenten quer durch die europäische Hochschullandschaft einbezogen, darunter auch Studierende an den Schweizer Universitäten und den beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen.

Markterfolg und Prestige

Das Ergebnis ist jeweils dasselbe: Google (GOOG 591.53 -2.01%) und Apple (AAPL 562.29 -0.54%) teilen sich die beiden Spitzenplätze. Mal ist die Suchmaschine die Nummer 1, mal der iPhone-Hersteller. Schweizer Firmen rangieren – mit Ausnahme von Roche und Novartis bei den Naturwissenschaftlern – auf den mittleren bis hinteren Rängen. Es sind dies ABB, Nestlé und die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse.

Markterfolg und Prestige mit hohem Stellenwert

Obwohl Nachhaltigkeit und Ethik auch in der universitären Welt Schlagworte sind, orientieren sich Studierende an anderen Werten, wenn es um die eigene Karriere geht: Markterfolg und Prestige ihres Wunscharbeitgebers haben einen viel höheren Stellenwert als etwa gesellschaftliche Verantwortlichkeit und hohe ethische Standards. Für Universum zeigt sich darin, dass die Studierenden mehr von «Eitelkeit» und dem eigenen Image getrieben sind, statt auf Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeit bei den Unternehmen zu achten». Bei den Karrierezielen geben etwa Schweizer Studierende an, dass ihnen die Work-Life-Balance sowie die intellektuelle Herausforderung am wichtigsten sind.

Eine betrübliche Erkenntnis im Lichte der Gleichheitsdebatte ist die Auswertung der Frage nach dem Salär: Die durchschnittliche Gehaltserwartung der Frauen liegt bei 8600 Euro oder 21 Prozent unter der Erwartung der Männer. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 27.05.2011, 10:54 Uhr

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18 Kommentare

Hans Müller

27.05.2011, 11:04 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Die unterschiedlichen Gehaltserwartungen hängen ganz einfach mit den unterschiedlichen Studienrichtungen zusammen. Wer Sprachen oder Ethnologie studiert hat, verdient weniger als jemand, der Ökonomie abschliesst. Im Ökonomiestudium ist der Anteil Frauen aber signifikant unter 50%. Das ist legitim und eine Frage der Prioritäten, die jede einzelne Person für sich setzt. Antworten


Peter Müller

27.05.2011, 11:56 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Die Gehaltserwartungen sind nicht realistisch. Selbst männliche Absolventen erhalten niemals solche Gehälter. Antworten



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