Wirtschaft

Zwei der drei Schweinegrippe-Opfer starben im selben Spital

Von Patrick Kühnis. Aktualisiert am 19.11.2009

Auch das dritte Todesopfer der Schweinegrippe verschied im Kantonsspital Winterthur. Die 46-jährige Frau mit HIV ist am frühen Morgen auf der Intensivstation gestorben.

In diesem Krankenhaus sind zwei Menschen an den Folgen der Schweinegrippe gestorben: Kantonsspital Winterthur.

In diesem Krankenhaus sind zwei Menschen an den Folgen der Schweinegrippe gestorben: Kantonsspital Winterthur.

Auch das zweite Todesopfer war gesundheitlich vorbelastet: Die 46-jährige Frau hatte eine schwere Herzinsuffizienz und war zudem HIV-positiv, ehe sie wegen einer H1N1-Infektion ins Kantonsspital Winterthur (KSW) eingeliefert und auf der Intensivstation behandelt wurde. Dort ist sie heute am frühen Morgen gestorben. Das bestätigte Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

Bereits gestern erlag im Kantonsspital Winterthur (KSW) eine Frau an den Folgen einer Erkrankung, die durch das H1N1-Virus ausgelöst worden war. Die Das hat gestern Abend Urs Rüegg von der kantonalen Gesundheitsdirektion bestätigt. Die Frau war 54 Jahre alt und durch eine Vorerkrankung geschwächt, sie litt an Diabetes.

Kein Grund zur Beunruhigung

Heiniger will jetzt die Situation in Winterthur im Auge behalten. Grundsätzlich seien die Zürcher Spitäler selbst für die Notfallvorsorge und Hygienemassnahmen zuständig. «Wir haben aber frühzeitig die dringende Empfehlung herausgegeben, das Personal zu impfen. Dafür war auch genug Impfstoff vorrätig.» Ob das Gesundheitspersonal im KSW diese Direktive auch beherzigt hat, ist noch unklar.

Ein Spital, zwei Todesfälle: Für Thomas Heiniger ist das noch kein Grund zur Beunruhigung. «Diese Todesfälle machen mich sehr betroffen und ich fühle mit den Angehörigen mit. Man muss sich aber bewusst sein, dass auch die normale Grippe Jahr für Jahr Menschenleben kostet.» Allein im Kanton Zürich fordere die Grippesaison jeweils hundert Tote. Und auch bei der normalen Grippe seien Menschen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 19.11.2009, 15:59 Uhr

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