Air Berlin plant 1000 Mitarbeiter zu entlassen

Die angeschlagene Fluggesellschaft will gemäss einem Zeitungsbericht kräftig schrumpfen. Gespräche mit Tui und Lufthansa sind bereits im Gange.

In Zukunft sollen es nur noch 70 Maschinen sein: Ein Flugzeug der Gesellschaft Air Berlin rollt über eine Piste auf dem Flughafen Zürich Kloten. Etihad Airways ist Hauptaktionär. (3. Juli 2014)

In Zukunft sollen es nur noch 70 Maschinen sein: Ein Flugzeug der Gesellschaft Air Berlin rollt über eine Piste auf dem Flughafen Zürich Kloten. Etihad Airways ist Hauptaktionär. (3. Juli 2014) Bild: Steffen Schmidt/Keystone

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Am Ende sollten wahrscheinlich nur noch halb so viele Flugzeuge betrieben werden wie derzeit, berichtet die «Süddeutsche Zeitung» am Montag.

Auch die Zahl der Arbeitsplätze in der Verwaltung solle halbiert werden, hiess es weiter in der Zeitung. Deshalb wolle sich das Unternehmen in den kommenden Monaten voraussichtlich von etwa tausend seiner insgesamt 8600 Mitarbeiter trennen.

Gespräche mit Tui und Lufthansa

Air-Berlin-Hauptaktionär Etihad Airways verhandelt den Angaben zufolge derzeit mit dem Touristikkonzern Tui darüber, Teile von Deutschlands zweitgrösster Fluggesellschaft mit Tuifly zusammenzulegen und in einer eigenen Ferienfluggesellschaft fortzuführen.

Zudem sei vor einigen Wochen bereits durchgesickert, dass Etihad mit der Lufthansa über ein breit angelegtes Geschäft verhandle: Air Berlin wolle rund 40 Jets an Eurowings vermieten, den Billigableger der Lufthansa.

Nur einmal Gewinn in zehn Jahren

Enden die Verhandlungen mit Tui und Lufthansa erfolgreich, würde Air Berlin laut «SZ» künftig nur noch etwa 70 Maschinen betreiben, also etwa halb so viele wie derzeit. Das beträfe auch die Besatzungen, also Piloten und Bordpersonal.

Etihad ist mit 29,2 Prozent an Airberlin beteiligt. Die deutsche Fluglinie hat den Angaben zufolge seit dem Börsengang im Jahr 2006 nur ein einziges Mal Gewinn gemacht. In den vergangenen drei Jahren hat das Unternehmen Verluste von insgesamt knapp 1,2 Milliarden Euro angehäuft. (foa/sda)

Erstellt: 26.09.2016, 06:50 Uhr

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