Riesenrente für Ex-VW-Chef

Martin Winterkorn trat wegen des Abgas-Skandals zurück. Sorgen um seine Finanzen muss sich der frühere VW-Chef aber keine machen.

Trat im Zuge des Abgas-Skandals zurück: Der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn.

Trat im Zuge des Abgas-Skandals zurück: Der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn. Bild: Archivbild/Keystone

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Der Abgas-Skandal kam VW teuer zu stehen: Der Konzern sieht sich seither mit einer Klagewelle konfrontiert und muss Entschädigungs- und Strafzahlungen leisten.

Mit «Diesel-Gate» trat auch VW-Chef Martin Winterkorn im Herbst 2015 zurück. Trotz den finanziellen Lasten, die Volkswagen seither zu tragen hat, hat Winterkorn bis Ende 2016 sein Grundgehalt von jährlich 1,6 Millionen Euro weiter erhalten.

Seit Anfang Jahr hat der Manager nun Anspruch auf eine VW-Betriebsrente. Laut Vertrag sind das 70 Prozent seines letzten Grundgehalts. Mit anderen Worten: Winterkorn stehen 3100 Euro pro Tag zu, monatlich sind das 93'000 Euro. Die Summe soll ihm lebenslang ausbezahlt werden, wie die «Bild»-Zeitung schreibt.

Gratis-Dienstwagen und Millionen-Bonus

Dazu kommt ein Dienstauto, das er bis an sein Lebensende fahren darf. Zum Vergleich: Ein VW-Angestellter erhält monatlich nur rund 700 Euro Rentenzahlung vom Konzern. Dazu kommt noch die gesetzliche Rente.

Laut «Bild» erhielt Winterkorn zum Vertragsende auch eine Bonuszahlung von 1,7 Millionen Euro. Das seien 30 Prozent seiner variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2015, für das er bereits 4,1 Millionen Euro an Boni kassiert habe. Weder Volkswagen noch Winterkorn wollten sich auf «Bild»-Anfrage zu den Zahlungen äussern. (pat)

Erstellt: 04.01.2017, 10:02 Uhr

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