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Anti-Nobelpreis – die unnützesten Forschungsarbeiten
Aktualisiert am 30.09.2011 3 Kommentare
Ein Chemiker führt ein Experiment vor: Verleihung des Ig-Nobelpreises an der Elite-Universität Harvard in Cambridge. (29. September 2011) (Bild: Keystone )
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Ig-Nobelpreise
Die Ig-Nobelpreise werden von der Elite-Universität Harvard alljährlich für unnütze oder skurrile wissenschaftliche Arbeiten vergeben. In der Jury sitzen die Redakteure des Magazins «Annals of Improbable Research» und Mitglieder der Universität. Verliehen werden die Ig-Nobelpreise stets vor den «richtigen» Nobelpreisen und von echten Nobelpreisträgern in einer Zeremonie überreicht. «Ig-Nobel» ist ein Wortspiel mit «ignoble», was unwürdig oder schändlich bedeutet. (dapd)
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Autofahren mit übervoller Blase sollte vielleicht verboten werden: Der Neurologe Peter Snyder und seine Kollegen fanden heraus, dass eine zum Bersten gefüllte Blase die Aufmerksamkeitsspanne und die Entscheidungsfähigkeit ähnlich stark herabsetzt wie ein niedriger Alkoholspiegel im Blut oder 24 Stunden Schlafentzug. Für ihre Forschung erhielten sie am Donnerstag die höchste Auszeichnung für skurrile Forschungsarbeiten, den Ig-Nobelpreis.
«Wenn die Menschen einen Punkt erreichen, an dem sie es vor lauter Schmerzen nicht mehr aushalten können, dann ist das, wie betrunken zu sein», sagte Snyder von der Brown Universität in Rhode Island. Die Ig-Nobelpreise werden von der Elite-Universität Harvard alljährlich in mehreren Kategorien vor den «richtigen» Nobelpreisen verliehen und von echten Nobelpreisträgern überreicht.
Snyder und seine Kollegen hatten Spass bei der Arbeit. Sie kürten sogar einen Blasen-Champion. Gewinner war der australische Forscher David Darby, der es drei Stunden aushielt, ohne zur Toilette zu gehen.
Mit Panzer gegen Parksünder
Ein weiterer Preis ging gestern in Harvard an ein Team japanischer Wissenschaftler, die einen Feueralarm entwickelten, der nach Wasabi-Sauce riecht. «Der Geruch ist hilfreich als Feueralarm für taube Menschen, die mit konventionellen Methoden wie Geräuschen, Vibrationen oder Blitzlicht nicht zu wecken sind.» Die Forscher testeten rund 100 Gerüche, darunter auch den von faulen Eiern.
Auch der Bürgermeister der litauischen Hauptstadt Vilnius, Arturas Zuokas, konnte sich über einen Preis freuen. Er wurde für seinen ruppigen Umgang mit Parksündern ausgezeichnet, nachdem er die Autos öffentlichkeitswirksam mit einem Panzer überfahren hatte. «Ich fand einfach, dass es Zeit war, den Rücksichtslosen, die keinen Respekt vor den Rechten anderer haben, eine Lektion zu erteilen», sagte er. Inzwischen sei die Stadt zu den konventionellen «und langweiligen» Methoden wie Strafzetteln und Abschleppen zurückgegangen. Er warnte jedoch, sein Panzer stehe immer noch bereit.
Warum seufzen Menschen?
Karl Teigen erforschte, warum die Menschen seufzen und gewann damit den Preis in der Kategorie Psychologie. Praktische Anwendungsmöglichkeiten für seine Forschung sieht er nicht und verkörpert damit wohl am besten den Geist der Ig-Nobelpreise. «Die Menschen denken, dass die Seufzer von anderen Traurigkeit und Schmerz ausdrücken, während ihre eigenen Seufzer auf Resignation zurückzuführen sind», sagte Teigen.
Ig-Nobel ist ein Wortspiel mit ignoble, was unwürdig oder schändlich bedeutet. Die meisten Gewinner freuten sich dennoch über ihre Preise. (Mark Pratt/dapd)
Erstellt: 30.09.2011, 11:25 Uhr
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3 Kommentare
Ich würde nicht sagen, dass dies nichts bringt. So könnte man argumentieren, aufgrund der nun vorliegenden Daten zu Erhöhung der Verkehrssicherheit alle öffentlichen Toiletten gratis anzubieten - damit keine Unfälle mehr wegen der vollen Blase geschehen. Oder umgekehrt eine Busse fürs Fahren mit voller Blase: "Verkehrskontrolle! Lassen Sie bitte in diesen Becher Wasser...." Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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