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«Ein Team zu begleiten, ist sehr anspruchsvoll»
Heute ist Gembler als Leiterin Personal und Ausbildung national bei Coop tätig.
BaZ: Sie arbeiten seit über zehn Jahren im Personalbereich. Wo sehen Sie die Herausforderungen in Ihrem Arbeitsalltag?
Nadine Gembler: Oftmals wird die Führung von Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern unterschätzt. Ein Team fachgerecht zu beraten
und zu begleiten, ist sehr anspruchsvoll. Dabei gilt es manchmal auch, ein unangenehmes Gespräch führen zu müssen. Gerade eine gute Kommunikation, nämlich Probleme rechtzeitig
und in einem guten Ton anzusprechen, gehört aber meiner Meinung nach zu den grössten Herausforderungen.
Wie beschreiben Sie Ihren persönlichen Führungsstil? Ich versuche, meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst selbstständig arbeiten und entscheiden zu lassen. Begleitung in den unterschiedlichen Prozessen ist dabei jedoch unerlässlich; das Team darf sich nicht alleingelassen fühlen.
Wie wichtig sind persönliche Gespräche? Unersetzlich. Es lohnt sich, Zeit dafür zu investieren. Wichtig ist mir zudem, mich ständig selbst zu reflektieren, indem ich aktiv ein Feedback von meinem Team einfordere. Die Führung der Mitarbeiter ist bei Coop in zehn Regeln festgelegt, die CEO Hansueli Loosli selbst verfasst hat. Die erste Regel lautet übrigens: Führung durch Vorbild.
Oft wird behauptet, dass Kaderleute zwar fachlich äusserst kompetent sind, jedoch Führungsqualitäten fehlen. Welche Erfahrungen haben Sie während Ihrer Karriere gemacht? Das ist tatsächlich oft so. Die Personalführung hat sich jedoch in den letzten Jahren stark gewandelt. Bei Coop wird heute bei sogenannten Assessments für höhere Kaderstellen nicht mehr ausschliesslich auf fachliche Qualitäten, sondern auch auf Punkte wie Sozial- und Selbstkompetenz geachtet. Die Anforderungsprofile haben sich deutlich verändert. Zudem ist bei Coop ab einer gewissen Kaderstufe eine regelmässige Weiterbildung Pflicht. (Basler Zeitung)
Erstellt: 15.03.2010, 15:38 Uhr










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