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… 31 Jahren: Ein polnischer Erzbischof wird Papst

Am 16. Oktober 1978 wird Karol Woytila zum Papst ernannt.

Mit einem sanften Lächeln: Der erste Auftritt von Johnnes Paul II.

Mit einem sanften Lächeln: Der erste Auftritt von Johnnes Paul II.
Bild: Keystone

400 Jahre lang kam der Papst aus Italien. Doch im Frühjahr 1978 entschieden sich die Kardinäle im Vatikan für jemanden, den niemand wirklich auf der Liste hatte. Karol Woytila, der Erzbischof aus Krakau, wurde im Alter von 58 Jahren zum jüngsten Papst im 20. Jahrhundert gewählt. Er gab sich den Namen Johannes Paul II. Sein Vorgänger, Johannes Paul I., starb nach nur 33 Tagen im Amt.

Vom Balkon des Petersdom stellte sich der Mann aus Polen in fliessendem Italienisch den 200'000 wartendem Menschen vor. Dennoch ging er auf die Sorgen einiger Italiener ein: «Falls ich eure – unsere – Sprache spreche und einen Fehler mache, so korrigiert mich doch bitte.»

In Polen reagierte man euphorisch, da der Erzbischof von Krakau eine klare Haltung gegen den Kommunismus eingenommen hatte. Mehr als 80 Prozent der Polen sind Katholiken. Für sie war der Glaube ein wichtiger Halt im Kampf gegen den Kommunismus und Unterdrückung.

Konservative Positionen

Johannes Paul I. blieb fast 27 lange Jahre im Amt. Es war eine der längsten Amtszeiten in der Geschichte der Kirche. Er galt als humorvoll und informell, doch gleichzeitig vertrat er sehr konservative Positionen in Fragen der Scheidung, Abtreibung, Homosexualität und dem Konkubinat. Kritiker warfen ihm vor, dass er nicht mehr in Kontakt mit der modernen Welt sei. 2001 wurde beim Papst Parkinson diagnostiziert. Er verstarb am 2. April 2005. (jak)

Erstellt: 15.10.2009, 17:00 Uhr