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...11 Jahren: Ein schwuler Junge wird zu Tode geprügelt

Von Stephanie Hess. Aktualisiert am 06.10.2009

Am 7. Okobter 1998 schlagen zwei junge Männer Matthew Shepard mit einer Pistole den Schädel ein.

Die Beweggründe liegen im Dunkeln: Weshalb die beiden Täter den damals 22-jährigen Matthew Shepard zu Tode geprügelt haben, bleibt bis heute unklar.

Die Beweggründe liegen im Dunkeln: Weshalb die beiden Täter den damals 22-jährigen Matthew Shepard zu Tode geprügelt haben, bleibt bis heute unklar.

Matthew Shepard lernt Aaron McKinney und Russel Henderson in einer Bar am Campus der Universität Wyoming in Laramie kennen. Die drei Männer sind alle zwischen 21 und 22 Jahre alt. McKinney und Henderson geben sich vor dem homosexuellen Shepard ebenfalls als schwul aus. Später erzählen die beiden, Shepard hätte sie gebeten, ihn mit dem Auto nach Hause zu fahren.

Shepard sollte jedoch nie zu Hause ankommen. Die McKinney und Henderson fahren mit ihm an einen einsamen Ort. Dort schlagen sie ihn mit einem Revolver 18 Mal auf den Kopf und binden den stark blutenden jungen Mann mit seinen Schnürsenkeln an einen Koppelzaun. McKinney und Henderson finden Shepards Adresse heraus und brechen kurz darauf bei ihm zu Hause ein. 18 Stunden später wird Matthew Shepard von zwei Radfahrern entdeckt. Fünf Tage nach dem Überfall stirbt Matthew Shepard ohne nochmals das Bewusstsein erlangt zu haben. Das Motiv der beiden Täter ist bis heute unklar. Sie haben bei der Polizei verschiedene Beweggründe angegeben, darunter die Abneigung gegen Schwule und die reine Geldgier.

Der Matthew-Shepard-Fall sorgte in den USA für massives mediales Aufsehen, mehrere Proteste und eine Debatte über Heterosexismus brachen los. Über das Verbrechen an Matthew Shepard sind zwei Filme gedreht worden, die beide mehrere Auszeichnungen bekommen haben. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 06.10.2009, 15:30 Uhr