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...40 Jahren: Die «Telespargel» steht

Von Stephanie Hess. Aktualisiert am 02.10.2009

Am 3. Oktober 1969 sehen die ersten Besucher die DDR aus mehr als 200 Meter Höhe: vom Berliner Fernsehturm aus.

Raktenturm: In den späten 60er Jahren war man hingerissen von der Raumfahrt. Das wirkte sich auch in der Architektur aus.

Raktenturm: In den späten 60er Jahren war man hingerissen von der Raumfahrt. Das wirkte sich auch in der Architektur aus.
Bild: Keystone

Die Gründe für den Bau des Berliner Fernsehturms sind einfach: Die DDR will gegen aussen Stärke und Leistungsfähigkeit mit einem modernen architektonischen Werk demonstrieren. Nachdem in den 50er Jahren das Berliner Schloss gesprengt wird, gilt es, in Ostdeutschland ein Symbol für die neue Gesellschaft zu schaffen.

Da kommt den Verantwortlichen gerade recht, dass der Fernsehturm der DDR-Sender nicht wie geplant in Müggelbergen erbaut werden kann. Dort soll sich nämlich später die Anflugschneise des im Bau stehenden Flughafen Schönefeld befinden. Also legt man diese beiden Pläne zusammen und einigt sich auf den Fernsehturm alias «Telespargel» am Alexanderplatz.

Nach vier Jahren Bauzeit wird der Fernsehturm am 3. Oktober 1969 in Betrieb genommen. Mit einem Lift fährt man im Innern des Turms nach oben, um dort den Blick über die Dächer Berlins schweifen zu lassen – bei gutem Wetter sieht man bis 40 Kilometer weit. Eine Million Besucher besuchen jährlich den an eine Rakete erinnernden Bau inmitten Berlins.

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 02.10.2009, 15:46 Uhr