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…33 Jahren: Das Begräbnis eines Mafia-Bosses

Am 18. Oktober 1976 wird der «Pate» zu Grabe getragen.

Die Mafiosi und der Sänger: Carlo Gambino (rechts) schätzte ganz besonders die Musik von Frank Sinatra (zweiter von links).

Die Mafiosi und der Sänger: Carlo Gambino (rechts) schätzte ganz besonders die Musik von Frank Sinatra (zweiter von links).
Bild: Keystone

Carlo Gambinos pompöse Beerdigung im New Yorker Stadtteil Brooklyn zog Schaulustige, die Presse und das FBI an. In einem 7'000 Dollar teuren Bronzesarg wurde der Mächtigste aller amerikanischen Mafiabosse neben seiner Ehefrau beerdigt, die bereits 1971 verstorben war. Gambino, den man auch den Paten nannte, war das Oberhaupt der fünf grossen New Yorker Mafiafamilien und damit eine der einflussreichsten Personen in der amerikanischen Unterwelt. Im Glücksspiel, Drogen- und Kreditgeschäft verdiente er sich ein Vermögen. Schätzungsweise 1'000 Leute waren für ihn tätig.

1902 in Sizilien geboren, wanderte Carlo Gambino 1921 nach Amerika aus, wo seine Verbrecherkarriere in der Mafia begann. 1957 wurde er zum Oberhaupt seiner Familie und des amerikanischen Mafiasyndikats ernannt. Fast alle Häfen in New York waren in den Händen der Gambino-Familie. Seine Gauner waren in allen wichtigen Grossstädten präsent.

Vorlage zu Mario Puzos «Der Pate»

Carlo Gambino wurde zum Vorbild für die von Marlon Brando verkörperten Filmfigur des Vito Corleone in «Der Pate» nach dem gleichnamigen Buch von Mario Puzo. So spektakulär sein Leben war, so unspektakulär war sein Tod. Er verstarb an einem Herzinfarkt in seinem Haus auf Long Island. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.10.2009, 16:35 Uhr