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...93 Jahren: Mata Haris Ermordung
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Die leidenschaftliche und schöne Mata Hari tanzt am Anfang des vergangenen Jahrhunderts durch die Pariser Salons und Lokale. Seit der Weltausstellung 1900 schwärmen die französischen Bonvivants für alles Orientalische, und da passt Mata Hari ausgezeichnet hinein mit ihrem schwungvollen Tanzstil und dem fremdländischen Aussehen. Sie wird gefeiert, verehrt und begehrt.
Auf der Flucht
In Wirklichkeit heisst die Tänzerin jedoch nicht Mata Hari, sondern Margaretha Geertruida Zelle, stammt aus Friesland und hat sich mit 29 Jahren nach fünfjähriger Ehe von ihrem Mann getrennt. Sie lebt nach dem Bruch mit ihrem Mann mittellos in Paris. Ihre zahlreichen Liebhaber sprechen ihr daraufhin zu, als Tänzerin zu arbeiten. Einige Jahre später ergattert sie einen Vertrag für das Metropol Theater in Berlin. Offiziere, Minister, selbst der Kronprinz zählen zu ihren Liebhabern – doch dann: Der 1. August 1914, der Erste Weltkrieg bricht aus. Margaretha Zelle kann nicht in das Land des Gegners, nach Frankreich, zurück.
In den Niederlanden, wohin Mata Hari flüchtet, lernt sie einen Mann kennen, der sie in Frankreich als Spionin für Deutschland einsetzen will. Sie nimmt an – und besiegelt damit ihr Schicksal. Sie leitet in der darauffolgenden Zeit einige Informationen nach Deutschland weiter, die aber nur von geringer Wichtigkeit sind.
Als Gegenleistung erhält sie 20'000 Francs. Dann wird jedoch die französische Spionageabwehr auf die Frau aufmerksam. Sie ist das ideale Bauernopfer, um den kriegsmüden Franzosen wieder zu zeigen, dass der Feind mitten unter ihnen sitzen könnte. Am 15. Oktober 1917 wird die Tänzerin von einem Erschiessungskommando exekutiert. Sie lehnte es ab, dabei eine Augenbinde zu tragen.
(baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.10.2010, 15:16 Uhr

