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Kinderarzt warnt: Mit Säuglingen nicht in Menschenmengen
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Eltern sollten sich mit ihren Säuglingen nicht in grosse Menschenansammlungen begeben. Dies sagt Christian Kind, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie, in der Sendung «Rendezvous» von Radio DRS vom Mittwochmittag. Dazu sollten die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfohlenen Hygienemassnahmen befolgt werden.
Eltern und ältere Geschwister von Säuglingen sollten sich zudem impfen lassen. Je mehr Personen geimpft seien in der ganzen Bevölkerung, desto weniger stark und schnell werde sich das Virus ausbreiten, sagte Kind.
H1N1 nicht gefährlicher als saisonale Grippe
Menschen, die einen Säugling betreuen, sollten sich oft die Hände waschen. Bei Kontakt mit anderen Menschen, die erkältet seien, sollte auf das Hand geben, Umarmen und Küssen verzichtet werden. Generell sei die Schweinegrippe für Säuglinge wahrscheinlich nicht viel gefährlicher als eine normale, saisonale Grippe, sagte Kind in einem Interview mit «Blick-Online».
Ein Infekt der Luftwege, also Husten, Schnupfen, Halsweh und hohes Fieber über 39 Grad seien die Symptome, die bei Babys auf Schweinegrippe hindeuteten. Wenn solche Symptome auftreten, sollten die Eltern sofort Kontakt mit ihrem Hausarzt aufnehmen, rät Kind weiter.
BAG: Strategie wird nicht geändert
Das BAG sieht nach dem ersten Todesfall wegen Schweinegrippe in Baselland keinen Anlass für eine Änderung der Strategie. Es sei wichtig, dass man sich impfe, sagte der Leiter Pandemievorsorge des BAG, Patrick Mathys, am Mittwoch vor den Medien in Liestal.
Momentan gebe es fast keine saisonale Grippe-Aktivitäten. Damit ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass es sich beim Auftreten von entsprechenden Symptomen um die Schweinegrippe handelt, so Mathys. Die Pandemie wüte in der Schweiz und die Fallzahlen nähmen zu. Es sei wegen der beobachtenen schweren Verläufe zu erwarten gewesen, dass sich auch die Schweiz mit Todesfällen konfrontiert sehe. Es gebe keinen Grund zu erwarten, dass die Schweiz von Todesfällen verschont bleibe. «Wir gehen davon aus, dass dies leider auch nicht der letzte Todesfall in der Schweiz gewesen ist», sagte Mathys.
Impfung erst ab 6 Monaten möglich
Um das Leid so gering wie möglich zu halten, sei es nun aber wichtig, die einfachen Hygienemassnahmen im Alltag einzuhalten sowie sich zu impfen und damit auch die Schwächsten mitzuschützen. Eltern mit Kleinkindern, die Grippesymptome aufweisen, wird zudem empfohlen, rasch den Hausarzt zu konsultieren. Impfungen sind erst ab einem Alter von sechs Monaten möglich. (cpm/ap/)
Erstellt: 19.11.2009, 11:29 Uhr




