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… 31 Jahren: China fällt in Vietnam ein
Von Jan Knüsel. Aktualisiert am 16.02.2010
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Nach Wochen der Spannungen liess China rund 200'000 Soldaten im Norden Vietnams einmarschieren. «Wir wollen keinen Zentimeter vom vietnamesischen Territorium. Alles was wir wollen ist eine friedliche und stabile Grenze», liess Peking über die staatliche Nachrichtenbehörde Xinghua verlauten. Ein Streit über den 1000 Kilometer langen gemeinsamen Grenzverlauf hatte zu anhaltenden Verstimmungen geführt.
Chinas politischer Führer Deng Xiaoping sprach zudem von einer «Bestrafung» Vietnams für die Einmischung in Kambodscha. Im Jahr zuvor hatte Vietnam die von China gestützte kambodschanische Regierung um Pol Pot mit einer Invasion gestürzt. Eine Annäherung Vietnams an die Sowjetunion wurde von China als zusätzliche Provokation betrachtet.
Chinas Invasion hatte in den ersten Tagen Erfolg. Bis Anfang März wurden mehrere Grenzorte eingenommen. Vietnam hatte lediglich zwei Divisionen zur Verteidigung aufgeboten, profitierte jedoch von einem weit verzweigten Bunkersystem. Die Besetzung Kambodschas absorbierte rund 100'000 Soldaten. Die Sowjetunion beschränkte sich auf die logistische Unterstützung Vietnams.
Nach einem Monat war Schluss
Am 16. März 1979 kündigte Peking den Rückzug seiner Truppen an. Rund 20'000 Chinesen und 40'000 Vietnamesen hatten ihr Leben gelassen. Beide Seiten sprachen von einem Sieg in einem Konflikt, den viele den als den dritten und letzten der Indochina-Kriege bezeichneten.
Letztlich hatte China seine Ziele verpasst. Vietnam war weiterhin in Kambodscha präsent. Es folgten weitere Scharmützel am Grenzverlauf. Erst mit der Annäherung der Sowjetunion an China 1987 und dem Rückzug der Vietnamesen aus Kambodscha 1989, normalisierten sich die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarn. 1999 folgte ein Abkommen, das den Grenzverlauf zwischen den beiden Ländern regelte. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 16.02.2010, 14:51 Uhr




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