...51 Jahren: Die Barbie-Puppe kommt auf den Markt.

Von Claudia Müller. Aktualisiert am 10.03.2010

Am 9. März 1959 wird die erste Mattel-Puppe in New York präsentiert.

Barbies als Karrierefrauen: Die Nachrichtensprecherin (links) und die Computertechnikerin (rechts) gehören zu den neusten Modellen.

Barbies als Karrierefrauen: Die Nachrichtensprecherin (links) und die Computertechnikerin (rechts) gehören zu den neusten Modellen.
Bild: Keystone

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Die wohl bekannteste Puppe der Welt, die nach dem Vorbild der «Bild-Lilli» entstanden ist, gehört heute zu den Spielzeugklassikern. Die ersten Barbies waren allerdings Luxuspuppen und keine Massenartikel.

Anfang der 50er Jahre hat das Ehepaar Handler, welche die Inhaber der Firma Mattel sind, die Idee, eine Ankleidepuppe zu kreieren. Diese soll nicht wie andere Puppen den Mutterinstinkt wecken sondern einem Mannequin gleichen. Auf einer Europareise sichtet das Ehepaar in Luzern zum ersten Mal der Puppen-Typus, der ihnen gefällt: Die «Bild-Lilli». Diese ist nach dem Vorbild eines Comics entstanden, welcher in der Bild-Zeitung erschien. Die Puppe ist etwa 30 Zentimeter hoch und trägt eine Pferdeschwanz-Frisur.

Das Massenprodukt

Der kommerzielle Erfolg der Barbie-Puppe kommt erst Mitte der 60er Jahre. Die neue Unternehmensstrategie, welche bei der Bekleidung nicht mehr auf Seide oder Brokat sondern auf synthetische Stoffe setzt, zählt Jugendliche und die Unterschicht zu ihrer neuen Zielgruppe. Das Massenprodukt für die jungen Mädchen wird geboren und die Umsätze schnellen in die Höhe.

Die wallende blonde Mähne, das breite Grinsen die knappe Bekleidung und die unrealistischen Masse (99-46-84), die später zwar korrigiert werden, machen die Puppe zu einer Sex-Bombe. Deshalb bietet sie auch immer wieder Angriffsfläche für Feministinnen, die das Bild der Frau in Gefahr sehen.

Immer hip und trendy

Barbie erfindet sich immer wieder neu und passt sich mit ihrer Bekleidung und den Hobbies dem Zeitgeist an. Die Palette der amerikanischen Puppe wird stets erweitert. So kommt sie jedes Jahr in einem halben Dutzend Varianten auf dem Markt.

Ist sie ursprünglich nur Spielpuppe, wird «Barbie» mehr und mehr zu einem Sammelobjekt. So kann es durchaus vorkommen, dass für die Traumfrau in Plastik schon mal mehrere Tausend Euro bezahlt werden. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.03.2010, 14:05 Uhr

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