Wissen
Marihuana-Rausch – vor 2700 Jahren
Von Norbert Raabe. Aktualisiert am 03.12.2008
Labortest auf THC-Gehalt: Der historische Hanf dürfte gut angeschlagen haben.
Die mumifizierte Leichnam eines blonden Mannes, dessen Gruft in der Autonomen Region Xiang in China gefunden worden war, wurde laut einem Artikel im Fachmagazin «Journal of Experimantal Biology» mitsamt mehreren Beigaben bestattet – darunter eine Art Harfe und eine Ausrüstung zum Bogenschiessen. Wie die Nachrichtenagentur Canadian Press berichtet, dürfte es sich bei dem Mann um einen Schamanen handeln, der womöglich der «Yuezhi»-Kultur angehörte.
In einem Lederkorb fanden die Wissenschaftler schliesslich Hanfblätter mit einem Gesamtgewicht von 789 Gramm. Wie die Nachrichtenagentur weiter berichtet, diente der Hanf eindeutig «psychoaktiven Zwecke» – und nicht etwa als Faser für Bekleidung, wie es damals bereits üblich war. Dank der klimatischen Bedingungen im Grab konnten die Forscher das Material, das zum Teil noch immer grün war und den typischen Duft ausströmte, relativ exakt analysieren.
Art des Konsums nicht mehr zu ermitteln
Der Gehalt an berauschendem THC dürfte laut den Experten hoch gewesen sein, auch wenn es ihnen nicht gelang, ihn exakt zu bestimmen – trotz zahlreicher Labortests, zu denen auch genetische Analysen und die Karbondatierung zur Altersbestimmung gehörten. Wie das Dope seinerzeit konsumiert wurde, dürfte ebenfalls ein Rätsel bleiben: Rollblättchen, eine Pfeife oder bong-artige Geräte fanden sich in dem Grabmal jedenfalls nicht.
Dass Menschen Cannabis als Heil- oder Rauschmittel schon zu antiken Zeiten verwendeten, ist seit langem belegt, nicht nur für für mehrere Regionen in China, sondern auch im damaligen Persien, im antiken Rom und anderen Gegenden. Der Fund in China dürfte allerdings der bislang älteste Nachweis für den Gebrauch als Droge sein. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 03.12.2008, 12:41 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




