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Mumienrest und goldene Fingerhülsen in Sarkophag

Aktualisiert am 08.01.2009

Ägyptische Archäologen haben in der Grabkammer einer kürzlich freigelegten Pyramide in Sakkara bei Kairo einen Sarkophag entdeckt. Darin lagen die Überreste einer Mumie und goldene Fingerhülsen.

Behutsame Bergung: Ägyptische Fachleute während der Sicherung des Funds.

Behutsame Bergung: Ägyptische Fachleute während der Sicherung des Funds.
Bild: Keystone

Nach Jahrtausenden am Licht: Überreste der Mumie von Königin Sesheshet, der Mutter von Teti.

Nach Jahrtausenden am Licht: Überreste der Mumie von Königin Sesheshet, der Mutter von Teti. (Bild: Keystone)

Die verfallene Pyramide wird der Mutter von Pharao Teti zugeschrieben, der in der Zeit um 2318 bis 2300 vor Christus lebte. Sie liegt in der Nähe der ebenfalls zusammengestürzten Pyramide des Teti und war erst im vergangenen November freigelegt worden. Ursprünglich soll sie rund 15 Meter hoch gewesen sein.

Die Altertümerverwaltung in Kairo berichtete, der ursprüngliche Eingang zu der Pyramide sei mit massiven Granitquadern gut verschlossen gewesen. Die Archäologen hätten deshalb einen schon vor Jahrtausenden von Grabräubern geschaffenen Einstieg genutzt, um in die 16 Quadratmeter grosse Grabkammer zu gelangen.

Der Deckel des Sarkophages, der in der Kammer stand, war nach Angaben der Altertümerverwaltung rund 6000 Kilogramm schwer. Er musste in einer fünfstündigen Aktion mit Spezialwerkzeugen hochgehoben werden. Der Name der beigesetzten Frau war auf dem Sarkophag nicht eingraviert.

Im Innern des Steinsarges fanden die Forscher auch Überreste eines inneren Sarkophages, der offensichtlich von Grabräubern zerstört wurde. Die Mumie stahlen die unbekannten Räuber zwar nicht, doch beim Entfernen des Grabschmucks wurde sie laut den Archäologen stark beschädigt. (sda)

Erstellt: 08.01.2009, 16:09 Uhr

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