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Spektakuläres Bild: Hitler spielt Schach gegen Lenin
Aktualisiert am 10.09.2009 4 Kommentare
Es wird vermutet, dass das Bild in Wien von Adolf Hitlers damaliger Kunstlehrerin, Emma Lowenstramm, gemalt wurde, wie der britische «Telegraph» berichtet. Das Gemälde wurde von den beiden späteren Diktatoren auf der Rückseite signiert. Es trägt den Namen: «A Chess Game: Lenin with Hitler - Vienna 1909».
Hitler war 1909 in Wien ein Künstler, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hielt. Lenin war damals schon eine mächtige russische Persönlichkeit. Zu jener Zeit befand er sich im Exil und reiste quer durch Europa.
Das Haus, in welchem das Spiel stattgefunden haben soll, gehörte einer prominenten jüdischen Familie. Kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs flüchteten die Hausbesitzer vor den Nazis und hinterliessen ihre Habseligkeiten dem Hausmeister.
Ein Nachfahre dieses Hausmeisters ist heute im Besitz des spektakulären Bildes und auch des Schachspiels. Beides will der mit Namen unbekannte Mann bei einer Versteigerung des Auktionshaus Mullock's am 1. Oktober verkaufen. Der Wert wird im Vorfeld auf 40'000 Pfund (86'400 Franken) geschätzt.
Eine Fälschung?
Der Verkäufer versichert, dass die Gegenstände echt seien. Sein Vater habe sein ganzes Leben damit verbracht, die Authentizität zu beweisen. Der Nachfahre legt dementsprechend ein 300 Seiten starkes Dokument vor, das Testresultate beinhaltet, welche die Echtheit der Unterschriften beweisen sollen.
Richard Westwood-Brookes, der das Bild im Auftrag des Unbekannten verkaufen soll, sagt: «Die Unterschrift auf der Rückseite ist zu 80 Prozent echt und es gibt auch Beweise, dass Emma Lowenstramm existierte.»
Experten zweifeln allerdings die Authentizität der Gegenstände an. Sie halten es für wahrscheinlicher, dass Lenin auf dem Bild mit einem seiner Weggefährten verwechselt wurde.
Die Geschichtsgelehrte Helen Rappaport, welche soeben ein Buch mit dem Namen «Conspirator: Lenin in Exile» veröffentlicht hatte, meint gegenüber dem «Telegraph», die Radierung sei vermutlich ein «wunderbares Stück Fantasie».
«Lenin hatte schon 1909 eine Glatze»
Sie begründet das so: «Im Jahr 1909 war Lenin in Frankreich und Belgien, es gibt keine Beweise, dass er sich damals in Wien aufgehalten hat.» Ausserdem habe Lenin damals schon eine Glatze gehabt. Und der Revolutionär habe im Ausland auch nie seinen richtigen Namen verwendet, sondern stets mit Pseudonymen gearbeitet.
Zum Schluss sagt Historikerin Rappaport: «Obschon das alles sehr unecht ist, finde ich es wunderbar, diese beiden grossen welthistorischen Persönlichkeiten zusammenzubringen.» (bru)
Erstellt: 10.09.2009, 12:41 Uhr









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Willy Schaub
Lenin und Hitler waren beide Sozialisten und haben sich darum sicher sehr gut verstanden. NSDAP= Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Antworten