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Ötzi wurde zu Tode gehetzt

Aktualisiert am 02.12.2009

Der Tod des Gletschermanns Ötzi war laut einer Untersuchung das Ergebnis einer längeren Verfolgungsjagd.

Faszination für Forscher: Die Überreste des Menschen auf auf einer Aufnahme aus dem Südtiroler Museum für Archäologoie.

Faszination für Forscher: Die Überreste des Menschen auf auf einer Aufnahme aus dem Südtiroler Museum für Archäologoie.
Bild: Keystone

Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Mainzer Wissenschaftlers Markus Egg, wie das Römisch-Germanische Zentralmuseum am Mittwoch berichtete. Die Publikation gibt neue und vertiefende Erkenntnisse bei der Beschreibung, Analyse und Einordnung der Ausrüstung und Kleidung der Gletschermumie. «Ötzi» verlor demnach seinen Bogen schon vor seinem Tod; seine Pfeile hatte er verloren; andere waren beschädigt oder nur im Rohzustand.

Zudem wurde dem Mann mindestens 24 Stunden vor seinem Tod eine Handverletzung zugefügt. All dies lasse nur den Schluss zu, dass der Mann, dessen sterbliche Überreste 5300 Jahre lang vom Eis konserviert wurden, einer längeren Verfolgungsjagd zum Opfer fiel. «Ötzi war das Opfer einer längeren Verfolgungsjagd», so Historiker Egg.

Der Mann aus der Kupferzeit war vor 5300 Jahren gewaltsam zu Tode gekommen. Seine mumifizierte Leiche wurde 1991 in den Ötztaler Alpen entdeckt und geborgen. Zuvor war es selten gelungen, eine derart grosse Forschergemeinschaft weltweit zu bündeln, um einen Fundkomplex zu ergründen. Im Zusammenhang mit dem Fund der Gletschermumie kommen immer wieder neue Forschungsergebnisse zu Tage.

(raa/ap)

Erstellt: 02.12.2009, 15:36 Uhr

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