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…vor 42 Jahren: Andy Warhol wird Opfer eines Attentats

Von Céline Raval. Aktualisiert am 01.06.2010

Am 3. Juni 1968 schiesst eine Frauenrechtlerin den populären Künstler Andy Warhol nieder.

Andy Warhol: Der Künstler geriet mit der Attentäterin Valerie Solanas in einen Streit.

Andy Warhol: Der Künstler geriet mit der Attentäterin Valerie Solanas in einen Streit.
Bild: Keystone

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Es passiert in New York, in seinem eigenen Atelier: Die Frauenrechtlerin und Schriftstellerin Valerie Solanas dringt gewaltsam in Andy Warhols «Factory» ein und verletzt den Künstler durch mehrere Schüsse lebensgefährlich. Er überlebt den Anschlag allerdings nach langen Krankenhausaufenthalten. Der Grund für den Mordversuch ist, dass sich Sonalas von Warhol und der künstlerischen Hierarchie seiner «Factory» ausgenutzt gefühlt hat. Bereits vor dem Attentat belästigte sie Warhol längere Zeit per Telefon. Sie litt an einer paranoiden Persönlichkeitsstörung.

Nicht zum ersten Mal macht Solanas von sich reden: Sie ist die Autorin des «Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer, S.C.U.M.», in dem sie zur Rettung der Welt die Tötung aller Männer fordert.

Der Streit mit Andy Warhol

Solanas Wunsch ist, dass Warhol ihr Theaterstück «Up your Ass» produziert. Da er interessiert scheint, vertraut sie ihm das Manuskript an – später wirft sie ihm vor, er habe es gestohlen, obwohl Warhol nie ein entsprechendes Theaterstück verfasst oder aufführt. Allerdings scheint Solanas bereits zu dieser Zeit unter einer wahnhaften Störung gelitten zu haben. Ein Jahr bevor sie Andy Warhol zu erschiessen versucht, verliert sie ihre Wohnung und landet auf der Strasse.

Solanas’ Leben und die Hintergründe ihrer Schüsse auf Warhol wurden 1997 unter dem Titel «I Shot Andy Warhol» verfilmt. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 01.06.2010, 16:25 Uhr

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