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Die Pollen sind los!
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Nationaler Allergietag am 20. März
Am zweiten Nationalen Allergietages vom 20. März steht die Pollenallergie im Fokus. In grossen Zentren der Städte Zürich, Basel, St. Gallen, Yverdon-les-Bains und Sant’ Antonino (bei Bellinzona) bietet aha!, das Schweizerische Zentrum für Allergie, Haut und Asthma, gemeinsam mit Spezialistenteams der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI) Information und Beratung zur Pollenallergieproblematik. Interessierte können sich von medizinischen Fachpersonen auf das persönliche Allergierisiko testen und Fragen zu weiteren Abklärungen oder Vorsorgemassnahmen stellen. Die Aktionen vom 20. März in den fünf Migros-Malls dauern von 10.00 bis 16.00 Uhr.
Der Anfang ist ein lästiges Beissen in den Augen. Sie röten sich und beginnen zu tränen. Dann juckt und tropft die Nase, dazu gesellt sich heftiger Niesreiz. Bei manchen beginnt es anders: Morgens um vier Uhr wachen sie plötzlich mit einem Hustenanfall auf, oder sie verspüren auf dem Weg ins Büro ein unangenehmes Beissen in den Ohren und im Gaumen. So oder so besteht kein Zweifel: Es ist wieder Heuschnupfenzeit.
Hasel und Erle blühen bereits
In der Luft liegt nicht nur der Duft der wiedererwachten Natur, sondern auch der Blütenstaub von Pflanzen. Mit dem zarten Ergrünen von Bäumen und Sträuchern fliegen auch die Pollen wieder. Die von Hasel und Erle sind schon los, aber auch Weide, Pappel, Esche und Birke werden bald blühen. Für über eine Million Schweizerinnen und Schweizer beginnt jetzt eine Leidenszeit, weil sie auf Pollen allergisch sind. «Pollinose» heisst die Erkrankung im medizinischen Jargon, im Volksmund sagt man einfach «Heuschnupfen». Die typischen Symptome sind eine geschwollene Nasenschleimhaut, eine verstopfte, laufende, juckende oder brennende Nase, Niesattacken, gerötete und tränende Augen. Viele klagen ausserdem über Beschwerden der Bronchien – einer Vorstufe von Asthma.
In der Schweiz sind etwa 15 Prozent der Bevölkerung von Heuschnupfen betroffen. Von den rund 3500 Pflanzen in der Schweiz haben nur etwa 20 für Allergiker eine gewisse Bedeutung. Die Mehrheit der Betroffenen, ungefähr 70 Prozent, reagiert auf Graspollen, zum Beispiel Knäuelgras (Blütezeit: Mai und Juni) oder Lieschgras (Blütezeit: Juni bis August). Stark zugenommen hat in den letzten Jahren die Sensibilisierung auf Birkenpollen.
Westlicher Lebensstil ist schuld
Überhaupt haben Heuschnupfen und andere Allergien in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen. «Während man früher in einer Schulklasse höchstens ein oder zwei Kinder zählte, die an Heuschnupfen litten, ist es heute bald jedes vierte», sagt die Aarauer Allgemeinärztin und Akupunktur-Therapeutin Brigitte Ausfeld. Tatsächlich ist Heuschnupfen eine typische Schulzeiterkrankung, die sich manchmal auch erst in der Pubertät bemerkbar macht. Die stärksten Beschwerden treten bei den 15- bis 25-Jährigen auf. Auch ältere Menschen leiden zunehmend unter Heuschnupfen. Gut möglich, dass jemand erst mit 70 Jahren erste Anzeichen einer Pollenallergie bei sich entdeckt. Als Hauptursachen dieser Entwicklung nennen Experten den westlichen Lebensstil, insbesondere die Luftverschmutzung. Dazu kommt, dass bei vielen Menschen das Immunsystem überfordert ist: Sie sind so gestresst und körperlich so intolerant gegenüber äusseren Einflüssen, dass sie bei einer entsprechenden genetischen Anlage überschiessend auf ganz normale Reize reagieren.
Abklärung und Therapie
In der Regel stellt der Patient selber fest: «Ich habe Heuschnupfen.» Er bemerkt, dass seine Beschwerden immer zur gleichen Jahreszeit auftreten und geht zum Hausarzt mit der Frage, was seine Beschwerden lindern könnte. Dieser verschreibt meist ein Medikament, zum Beispiel ein Antihistaminikum, das die allergischen Symptome unterdrückt. Klingen die Beschwerden trotz Augentropfen, Nasenspray oder Tabletten nicht ab, ist eine weitergehende allergologische Abklärung notwendig. Beim Spezialisten werden Haut- und Bluttests durchgeführt mit dem Ziel, herauszufinden, gegen welche Pollenart der Patient allergisch ist. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 19.03.2010, 16:39 Uhr










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