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Alkohol schiesst mit Tempo ins Gehirn
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Bereits sechs Minuten nachdem eine Alkoholmenge konsumiert wurde - die drei Gläsern Bier mit einem Blutalkoholgehalt von 0,5 bis 0,6 Promille entsprechen -, zeigen sich erste Veränderungen in den Gehirnzellen. Dies haben Mediziner vom Universitätsklinikum Heidelberg mit Hilfe von Aufnahmen durch Magnetresonanzspektroskopie (MRI) nachgewiesen, deren Resultate sie im Mai publizierten. Bis dahin waren zu dieser Fragestellung nur Daten aus Tierversuchen verfügbar.
Um dies herauszufinden, führten die Forscher einen wissenschaftlichen Trinkversuch durch, an dem acht männliche und sieben weibliche Versuchspersonen teilnahmen. Während sie im Kernspintomographen lagen, tranken sie durch einen langen Strohhalm die definierte Menge an Alkohol – solange bis der Promille-Zielwert erreicht war, bei dem die Verkehrstüchtigkeit vermindert ist, aber noch kein Vollrausch vorliegt.
Gleiche Resultate bei Frauen und Männern
Die Magnetresonanzspektroskopie, die dann erfolgte, erlaubte Rückschlüsse auf den Gehalt mehrerer Stoffwechselprodukte im untersuchten Hirngewebe – und die genaue Bestimmung des Zeitpunkts, zu dem Veränderungen einsetzten. Bei dieser Gelegenheit entlarvten die Mediziner auch ein beliebtes Gerücht als falsch: Weil die Resultate bei den Frauen und Männern im Versuch gleich ausfielen, sind Frauen, anders als viele Menschen glauben, nicht schneller berauscht als Männer.
Die schädliche Wirkung des Alkohols setzt ebenfalls rasch ein. Während des Experiments nahm die Konzentration von Stoffen wie Kreatin, die laut heutigen Erkenntnissen die Zellen schützen, mit steigender Alkoholkonzentration ab. Der Anteil an Cholin, einem Bestandteil der Zellwände, war ebenfalls vermindert. «Das weist möglicherweise darauf hin, dass sich sogar die Zellwände unter Alkoholeinfluss in ihrer Zusammensetzung ändern», erklärte Armin Biller, einer der beteiligten Forscher.
Keine Hinweise auf dauerhafte Schäden
Dass jeglicher Alkoholkonsum dem Gehirn schadet, glauben Biller und seine Kollegen nicht. «Die Verschiebungen im Hirnstoffwechsel nach moderatem Alkoholkonsum gesunder Menschen sind vollständig reversibel, wie unsere Kontrolluntersuchungen am Folgetag gezeigt haben», so Biller. «Wir vermuten jedoch, dass die Fähigkeit des Gehirns, sich von den Alkoholwirkungen zu erholen mit zunehmendem Alkoholgenuss abnimmt beziehungsweise erlischt.» (raa)
Erstellt: 16.06.2009, 16:53 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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