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Basler Forscher finden wichtige Nervenstrukturen
Nervenzellen im Visier: Der Neurobiologe Thomas Oertner kann mit seinem Team einen Forschungserfolg vorweisen. (Bild: fmi.ch)
Dass das Endoplasmatisches Retikulum (ER) genannte Röhrchensystem in Nervenzellen vorkommt, wurde bereits vor 50 Jahren entdeckt, wie das FMI, ein Institut der Novartis Forschungsstiftung, am Montag mitteilte. Wozu es dient, war allerdings unklar.
Wie Forscher um den Neurobiologen Thomas Oertner kürzlich im Fachmagazin «PNAS» berichteten, verändert das ER die Stärke der Verbindungen zwischen Nervenzellen. Solche Veränderungen sind wichtig, damit sich das Hirn immer wieder an neue Umstände anpassen und Neues lernen kann.
Neu Lernen oder in Erinnerung behalten
Die Wissenschaftler verglichen zwei verschiedene Typen von Nervenzellverbindungen: Die fürs neue Lernen und Anpassen wichtigen werden kontinuierlich neu geknüpft, verstärkt und auch wieder gelockert. Stabile Verbindungen dagegen sorgen dafür, dass wir zum Beispiel Wichtiges über Jahre in Erinnerung behalten.
Die Studie zeigte, dass die beiden Typen in unmittelbarer Nähe auf derselben Nervenzelle existieren. Sie werden jedoch individuell gesteuert. Dabei macht das ER den Unterschied aus: Ist es in den Dornfortsätzen der Nervenzellen vorhanden, kann sich eine Verbindung zwischen zwei Zellen abschwächen. Falls nicht, bleibt die Verbindung stabil.
In einem nächsten Schritt wollen die Forscher nun untersuchen, welche Rolle das ER bei Patienten mit einer Erkrankung namens Fragiles-X-Syndrom spielt. Menschen mit dieser Erbkrankheit leiden unter verminderter Intelligenz, Lernschwierigkeiten und Aufmerksamkeitsdefiziten. (sda)
Erstellt: 07.09.2009, 12:49 Uhr
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