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Braucht es alle diese Versuchstiere?
Von Felix Maise. Aktualisiert am 26.11.2009 1 Kommentar
Seit den Anschlägen auf Novartis-Chef Daniel Vasella sind Tierversuche wieder ein öffentliches Thema. Das kürzliche Bundesgerichtsurteil, das zwei Zürcher Versuche mit Affen definitiv verbot, war der zweite Anlass, der die Gentech-Informationsstelle GenSuisse veranlasste, gestern in Zürich eine Podiumsdiskussion zum Thema durchzuführen. Denn in Kreisen von Industrie und Forschung beunruhigen beide Ereignisse gleichermassen.
Aufs Podium geladen hatte man die beim Schweizer Tierschutz für Tierversuche zuständige Tierärztin Julika Fitzi und ihre ebenfalls tierversuchskritische Berufskollegin Stefanie Schindler von der Stiftung Animalfree Research. Sie kreuzten die Klingen mit dem Zürcher Neuropathologen und Prionenforscher Adriano Aguzzi, mit Novartis-Forschungsleiter Paul Herrling und mit Hans Sigg, dem Tierschutzbeauftragten der Zürcher Hochschulen. Mit von der Partie war auch Christine Egerszegi, Aargauer FDP-Ständerätin und Präsidentin der Stiftung 3R, die sich um Alternativen und um eine Reduktion von Tierversuchen kümmert.
Alle gegen militante Aktionen
Einig waren sich alle, dass militante Aktionen kein probates Mittel der Problemlösung sind. Weiter aber ging die Einigkeit nicht. Während Herrling, Aguzzi und Sigg beteuerten, in der Schweiz würden Forscher heute schon so wenig Tiere wie nur möglich einsetzen, fanden Fitzi und Schindler, die Bemühungen um Alternativen seien noch lange nicht stark genug und Tierschutz in den Labors noch immer kein zentrales Thema. Die vom Gesetz vorgeschriebene Güterabwägung zwischen Forschungsinteresse und Tierleid müsse sorgfältiger vorgenommen werden. Fitzi forderte auch ein Totalverbot von schwerbelastenden Versuchen.
Herrling und Aguzzi ihrerseits kritisierten das jüngste Bundesgerichtsurteil zu den Zürcher Affenversuchen. Es erschwere die Grundlagenforschung an Tieren. Ohne Tierversuche hätte er seine Forschungen zu den BSE-Erregern nicht machen können, meinte Aguzzi. Die Erfolge der biomedizinischen Forschung seien auch verantwortlich dafür, dass die Zahl der Versuchstiere seit 2000 wieder steige. Der gesetzliche Schutz der Tiere müsse deshalb aber nicht ausgebaut werden, fand auch Egerszegi. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 26.11.2009, 21:11 Uhr
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Allein in der Bundesrepublik Deutschland sterben jährlich noch immer mehrere Millionen Tiere im Namen der Wissenschaft. Dass man von den aus Tierversuchen gewonnenen Ergebnissen nicht auf die Wirkung beim Menschen schließen kann, ist inzwischen bekannt. Für Hamster ist leckere Petersilie tödlich, Meerschweinchen sterben an dem für uns lebensrettenden Penicillin... Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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