Clever gegen die Kälte

Die Minustemperaturen sind eine Herausforderung für den Körper: Fragen und Antworten zum Umgang mit dem Frost – und ein Tipp, wie Sie die Kälte als Verbündeten gewinnen.

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Richtige Kleidung bei Minustemperaturen

Hochsaison für Modemuffel. Wenn sibirischer Wind pfeift, sind dicke Socken angeraten und manche Zeitgenossen kramen die lange Unterwäsche aus dem Wäscheschrank heraus. Allgemein raten Fachleute bei der Bekleidung zum Zwiebelprinzip, also mehrere Schichten übereinander zu tragen. Das hilft zum Beispiel, wenn man nach einem kurzen Aufenthalt im eisigen Freien in ein Grossraumbüro kommt. Und schliesslich gehört auch die Mütze, vor allem auch bei Kindern, zur Standardausrüstung, weil der Körper besonders viel Wärme über den Kopf verliert.

Erkältungsgefahr – und wie man sich wappnet

Wer beruflich viel mit Menschen in Kontakt tritt, hat gegenüber Infektionen ein erhöhtes Risiko. Hausärzte raten deshalb dazu, sich mehrmals am Tag die Hände gründlich zu waschen. Und statt in überheizten Räumen zu hocken, hellt ein Spaziergang nicht nur die Laune auf, sondern regt auch den Kreislauf und das Immunsystem an. Ausreichend Schlaf und eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung helfen laut Fachleuten ebenfalls, während Multivitamin-Präparate vorrangig den Drogerieketten und Apothekeninhabern nützen.

Trockene Haut – und die besten Gegenmittel

Trockene Luft, draussen und drinnen: Die Kälte sorgt im Freien dafür, dass die Luft weniger Feuchtigkeit enthält – und in den Gebäuden sorgen die Heizungen für den gleichen Effekt. Neben der Ansteckungsgefahr durch trockene Schleimhäute klagen viele Menschen mit empfindlicher Haut dann über trockene Stellen und Rötungen. Dünne Feuchtigkeitscremes helfen da weniger als fettende Pflegemittel. Je trockener, desto reichhaltiger, lautet die Devise. Und seifenfreie Waschlotionen helfen, die empfindliche Haut zu schonen.

Ratschläge für Jogger und andere Sportler

Wenn selbst klirrende Kälte den Bewegungsdrang nicht hemmt, sollten einige Vorsichtsmassnahmen getroffen werden. Laut Sportmedizinern ist ein leichtes Laufen noch bei minus 12 Grad ohne Bedenken möglich – abhängig allerdings vom eigenen Trainingszustand und der richtigen Bekleidung. Mütze oder ein Stirnband helfen gegen Unterkühlung, und ein Schal vor Mund und Nase sorgt dafür, dass die Bronchien durch die kalte Luft weniger gereizt werden. Dicke Socken halten die Füsse warm und schützen die Achillessehne, die bei Kälte besonders empfindlich ist. Wer allerdings monatelang auf dem Sofa gesessen hat, sollte nicht gerade dann mit dem Lauftraining beginnen, wenn Eiszapfen an der Fensterbank hängen. In solchen Fällen helfen schon lange Spaziergänge und kräftiges Schneeschaufeln am Morgen.

Alkohol – ein Mittel zum «Aufwärmen»?

Der Aufheizeffekt, den manche Menschen bei Glühwein oder einem Glas Schnaps registrieren, bringt im Schnee ein angenehmes Gefühl, ist aber nicht von Dauer. Zwar wird die Durchblutung kurzzeitig verbessert, doch die Wärme wird auch schnell in die Umgebung abgeleitet – und so kühlt der Körper letztlich schneller aus. Tees, heisse Milch oder Kakao sind deshalb als Wintergetränke weitaus geeigneter.

Den Winter als Verbündeten gewinnen

Was die ältere Generation zeitlebens wusste, ist durch die zahlreichen Wellness-Trends bei Jüngeren oft in Vergessenheit geraten. Die weisse Jahreszeit lässt sich auch nutzen, um die Abwehrkräfte anzuregen und den Körper abzuhärten – zum Beispiel durch das Schneetreten, eine winterliche Variante der traditionellen Kneipp-Methoden. Dazu zieht man bei normaler Bekleidung nur die Socken aus, um dann sofort durch den frisch gefallenen Schnee zu waten – ein kurzer Kältereiz von etwa einer Minute, der ein angenehmes Wärmegefühl erzeugt, wenn die Socken wieder angezogen sind. Für Ungeübte ist das Verfahren allerdings nur bis minus 5 Grad empfehlenswert.

(raa)

Erstellt: 01.02.2012, 13:50 Uhr

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