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Die Ausbreitung der Viren kann kaum noch gestoppt werden

Eine zu heftige Abwehrreaktion des Körpers verursacht die schweren Krankheitsfälle. Der Erreger hat Bestandteile von vier Virentypen.

«Diese Epidemie beginnt erst», sagt Pietro Vernazza, Chefarzt der Abteilung für Infektiologie am St. Galler Kantonsspital. Bis Redaktionsschluss war noch offen, ob Grippefälle in Spanien, Frankreich und Israel ebenfalls auf den völlig neuen Virustyp zurückzuführen sind, «aber wir müssen davon ausgehen, dass es dieses H1N1-Virus ist. Alles andere wäre ein grotesker Zufall», sagt Vernazza. Die Phase, in der die Ausbreitung der Viren noch mit einer sogenannten «Ringprophylaxe» gestoppt werden könne, sei bereits überschritten, erklärt er. «Jetzt entgleist es.»

Das völlig neue Virus hat Bestandteile von vier Grippeviren: nordamerikanische Schweinegrippe-, Vogelgrippe- und Menschengrippeviren sowie eurasische Schweinegrippeviren (siehe Grafik). Noch sind erst wenige Labors in der Lage, dieses neue Virus nachzuweisen.

«Wird viel leichter übertragen»

Die Situation sei «sehr unangenehm», sagt Patrick Mathys, Leiter der Sektion Pandemievorbereitung beim Bundesamt für Gesundheit. Das H1N1-Schweinegrippevirus habe «mehr Pandemiepotenzial als das Vogelgrippevirus H5N1». Zwar ist das Schweinegrippevirus bislang weniger tödlich: Von über 1300 mutmasslich Infizierten erlagen bisher mindestens 86 den H1N1-Viren. Bei der Vogelgrippe stirbt statistisch etwa jeder zweite Erkrankte. «Aber das Schweinegrippevirus wird viel leichter von Mensch zu Mensch übertragen», legt Mathys dar.

Zudem bereiten den Experten zwei weitere Eigenschaften Sorgen: «Schwer erkranken bisher vor allem junge, kräftige Menschen. Das ist anders, als wir es von der Grippe sonst kennen», sagt Vernazza. Grund dafür ist eine (zu) heftige Abwehrreaktion des Körpers, ein sogenannter Zytokinsturm. Zudem sei die Ansteckungsgefahr bei der Grippe am Tag vor Beginn der Symptome am grössten, legt Vernazza dar. «Allein mit der Isolierung von Erkrankten kann man die Ausbreitung also nicht stoppen.» Seine «grosse Sorge» ist, dass die neuen H1N1-Viren bei unsachgemässer Anwendung der Medikamente Tamiflu und Relenza resistent werden. «Die Resistenzbildung beim neuen Virustyp ist noch nicht vorherzusagen», sagt Mathys. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 27.04.2009, 09:24 Uhr

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16 Kommentare

Patrick Meier

27.04.2009, 16:10 Uhr
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Wenn ich diese Kommentare lese, dann moechte ich herausschreien, was ich denke, aber dann wuerde die Moderation meinen Beitrag wohl nicht publizieren. Daher politisch korrekt: ich glaube nicht, dass es sich hier um Panikmache, um einen durch Tierversuche erzeugten Virus, um einen Medienhype oder irgendsowas handelt. Leider werde ich vermutlich recht behalten.... Antworten


Klaus Müller

27.04.2009, 15:06 Uhr
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Das ist die Folge von Tierversuchen!!! Der Virus H1N1 ist von einem Tierversuchs-Labor der US Armee (dept. biological warfare) abgehauen. Zieht euch warm an. Antworten


Harald Baumann

27.04.2009, 13:53 Uhr
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Wo ist das behauptete, unfassbare und letztlich illusorische Schweinepest-"Virus" ? Es ist noch kein AIDS-, Masern-, Vogelgrippe- oder sonst ein "Virus" je nach wissenschaftlichen Kriterien isoliert, fotographiert und chemisch analysiert worden!!! Dass "Virus" steckt in den Hirnen der so genannten medizinischen "Wissenschafter", die kein bisschen Wissen schaffen, dafür aber viel Angst. Antworten


Patrick Arnet

27.04.2009, 13:38 Uhr
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Innert kurzer Zeit lösen die Medien mehrfach Angst & Panik in der Bevölkerung aus. Sie verstäkren eine Finanzkrise indem positive Meldungen aus der Wirtschaft ignoriert werden. Jetzt schüren sie auch noch eine Pandemie Angst. Etwas mehr Besonnenheit bitte! Eine Redaktion mit Lebenserfahrung und einer angebrachten Gelassenheit wäre eine Marktlücke in der sensationsgeilen Medienlandschaft! Antworten


Michael Sommavilla

27.04.2009, 13:32 Uhr
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2008 zählte die Schweiz 7'700'200 Einwohnerinnen und Einwohner . Ist das nicht in der Eigenverantwortung eines jeden einzelnen, sich richtig zu Informieren, um die Zusammenhänge verstehen zu können? Schuldzuweisung und Panikmache hilft nicht weiter (250000 Tote?). Wurden für die Vogelgrippe auch solche Prognosen gestellt und.. sind sie auch eingetroffen? Antworten


POatrick Tigri

27.04.2009, 12:57 Uhr
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Tja, Markus Roth, dieser Aktivismus geht mir auch auf die Nerven. Ich sehe Experten und Möchtegerns, die sich brutal wichtig nehmen und der Bevölkerung klarmachen wollen, wie problematisch die Lage ist und dabei vor allem ihr Ego streicheln. Auf der anderen Seite ist H1N1 ein klassisches Virus, das sehr gut übertragbar ist (ganz anders als H5N1), und es ist historisch für Epidemien verantwortlich. Antworten


Marc Hofer

27.04.2009, 12:53 Uhr
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Markus Rot hat recht, alles mal wieder nur Panikmache, wenn an bedenkt das alle 30 Sek ein Kind an Unterernährung stirbt. Wo bleibt hier das Geschrei. Ach ja..... stimmt ja, davon sind wir nur nicht direkt betroffen..... Antworten


Christoph Locher

27.04.2009, 12:39 Uhr
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Die EU berät Massnahmen gegen die Schweinegrippe - Wir sind nicht in der EU - Das geht uns nichts an - Damit wollen wir nichts zu tun haben. Antworten


susanne beerli

27.04.2009, 11:55 Uhr
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hmmm - bei 50% Infektionsrate, 6% Sterberate und 7.5 Mio Wohnbevölkerung in der Schweiz werden es knapp 250'000 Tote sein.... Antworten


markus roth

27.04.2009, 10:45 Uhr
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die übliche panikmache von überdrehten forschern, wie bei aids, ebola virus, bse, voggelgrippe, etc., etc. im dunstkreis von hiob-freunden und pharma. anstatt nüchtern zu bleiben und verantwortung zu tragen, drängen sie wie gestört an die mikrofone, in die medien und ins fernsehen und warner vor der imaginären katastrophe, die sie selbst mit ihrer hysterie verursachen Antworten


David Canela

27.04.2009, 10:38 Uhr
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@Frau Meister: Was wollen Sie damit sagen oder andeuten, wenn Sie davon sprechen, wo die Grippeviren herkommen? Wie stellen Sie sich die Eindämmung der Entwicklung neuer Grippeviren denn genau vor, wie soll das gehen? @Frau Weber: ist ja eine ganz schön romantisch verklärte These, dass sich "die Natur" wehrt. Würden wir noch auf Bäumen leben, wär "die Natur" nicht netter zu uns. Antworten


Rosemarie Bühlmann

27.04.2009, 10:34 Uhr
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Können Lebensmittel (Früchte) auch anstseckend sein,wenn sie kontam. sind? Wie lange hält sich das Virus in /an der Luft? Was ist Ultrafiltration? R.Bühlmann Antworten


Martha Meister

27.04.2009, 09:34 Uhr
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Wo kommt denn dieses Virus her? Wahrscheinlich von dort, wo alle neuen Grippeviren herkommen. Statt zu versuchen, die Entwicklung neuer Grippeviren einzudämmen, entwickelt man lieber Medikamente gegen Grippe. Dumm, dass es diesmal die jungen, kräftigen Menschen trifft. Antworten


Alexandra Weber

27.04.2009, 09:19 Uhr
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Sind wir Menschen denn nicht selber schuld - schaffen wir uns diese Situationen doch selber! Wir plündern rückslichtslos die Natur, geben Milliarden für sinnlose Forschungen aus, auch Tierversuchforschung, doch am Schluss der Kette sind wir selber dran. Gerechtigkeit - die Natur schlägt zurück!! AW Antworten


Patrick Meier

27.04.2009, 07:46 Uhr
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Jetzt wird's interessant.... Bin mal gespannt, was all die Pharma-, biotech- und Tierversuchsgegner nun sagen werden, wenn links und rechts Leute and der Grippe erkranken und 5% daran sterben. Ob sie wohl immer noch Medikamenten entsagen werden, die mithilfe von Tierversuchen entwickelt wurden? Antworten


Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann

27.04.2009, 06:55 Uhr
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Influenza durch Trinkwasser übertragbar: Die Influenza kann sich durch kaltes Trinkwasser ausbreiten. Tiere verschmutzen durch Fäkalien und mit ihren Ausscheidungen aus Nase und Maul bzw. Schnabel das Wasser. Alle Menschen haben Kontakt zum Trinkwasser. Oberflächen-, Quell- und Grundwasser sind mit Viren belastet. Viren bleiben im kalten Wasser lange ansteckend. Ultrafiltration von Wasser hilft. Antworten



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