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Die tägliche Chemotherapie

Aktualisiert am 11.02.2010 15 Kommentare

Rotwein und Schokolade können neuen Forschungen zufolge Krebszellen regelrecht bekämpfen. Rote Trauben, dunkle Schokolade und Heidelbeeren, Knoblauch und Soja können Krebszellen «aushungern».

Besser als Medikamente: Schokolade und Rotwein.

Besser als Medikamente: Schokolade und Rotwein.

«Wir bewerten Lebensmittel nach ihrer Fähigkeit, Krebs zu bekämpfen», sagte der Forscher William Li auf einer Konferenz in Long Beach im US-Bundesstaat Kalifornien. «Unser Essen ist unsere dreimal tägliche Chemotherapie.»

Die Angiogenesis Foundation aus Massachusetts habe Lebensmittel ermittelt, die chemische Substanzen enthalten, mit denen die Blutversorgung von Tumoren geradezu abgeschnitten werde. Als Beispiel nannte Li auch eine Studie der Harvard Medical School, wonach Männer, die mehrmals pro Woche gegarte Tomaten essen, 30 bis 50 Prozent weniger unter Prostatakrebs litten.

«Überall geschieht eine medizinische Revolution», sagte Li. «Wenn wir recht haben, dann wird das Auswirkungen auf Konsumentenfortbildung, Lebensmittelherstellung, die Volksgesundheit und sogar auf die Versicherungen haben.»

Besser als Medikamente

In Test verglichen Forscher der Foundation die Wirkung zugelassener Medikamente mit der von Petersilie, Weintrauben, Beeren und anderen Lebensmitteln. Dabei stellten sie fest, dass die Lebensmittel genauso gut oder besser gegen Krebszellen wirkten.

«Für viele Menschen kann die ernährungsmässige Behandlung von Krebs die einzige Lösung sein, denn nicht jeder kann sich Krebsmedikamente leisten.» Die krebsbekämpfenden Eigenschaften der Lebensmittel könnten auch dazu dienen, Körperfett schmelzen zu lassen, fügte Li hinzu. Denn auch Fett sei auf den Blutstrom angewiesen, den die Bestandteile dieser Lebensmittel beeinflussen. (bru/sda)

Erstellt: 11.02.2010, 12:30 Uhr

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15 Kommentare

Roberto Gardin

11.02.2010, 08:11 Uhr
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Gesunde Schokolade? Kakaobohnen werden (ebenso wie Kaffeebohnen) geröstet. Dabei entsteht krebserregendes Acrylamid, das im Körper teilweise in das noch gefährlichere Glycidamid metabolisiert wird. Ausserdem enthält Schokolade Trans-Fettsäuren, die Herz- und Kreislaufkrankheiten verursachen. Die Schokolade-Industrie weigert sich bis heute, den Gehalt an Trans-Fettsäuren zu deklarieren. Antworten


Marc Bachmann

11.02.2010, 08:50 Uhr
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Schade ist der Bericht bloss so kurz. Was aber sicher ist, ist dass dieses Wissen kaum weiter verfolgt wird. Denn die Pharmaindustrie kann damit wesentlich mehr Geld verdienen und darum geht es ja leider in den meisten Fällen. Antworten



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