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Erstmals zurückverfolgt: So breitete sich Aids in Europa aus
Aktualisiert am 20.05.2009 7 Kommentare
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Die Länder der Studie
HIV-Exporteure:
Griechenland, Spanien, Portugal, Serbien
HIV-Ex- und Importeure:
Schweiz, Grossbritannien, Israel, Norwegen, Holland, Schweden
HIV-Importeure:
Österreich, Belgien, Dänemark, Deutschland, Luxemburg
Durch die Analyse von HIV-Proben aus 17 europäischen Ländern konnten die Wissenschaftler um Dimitrios Paraskevis von der Universität Athen die Wanderung des Virus über den Kontinent nachzeichnen. Die HIV-Landkarte zeigt, dass Griechenland, Portugal, Serbien und Spanien grosse Exporteure des Virus sind. Viele Reisende in diese Länder und Migranten verlassen sie demnach mit einer Infektion.
Verbreitung via Schweiz
Die Studienautoren teilen die verschiedenen Länder in Gruppen auf. Dabei zählt die Schweiz mit Grossbritannien, Israel, Norwegen, Holland und Schweden zu jenen Ländern, die sowohl als Exporteure wie auch als Importeure gelten. Länder wie Österreich, Belgien, Dänemark, Deutschland und Luxemburg sind laut der Studie vor allem Importeure. In Polen ist HIV in sich abgeschlossen. Seine Ausbreitung innerhalb des Landes findet vor allem über die von Drogensüchtigen benutzten Nadeln statt.
Für die Erstellung der Landkarte konzentrierten sich die Wissenschaftler auf eine in Europa am meisten verbreitete HIV-Form, auf den HIV-1 Subtyp B. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Retrovirology veröffentlicht.
Forderungen der Forscher
Die Wissenschaftler zeichneten die HIV-Verbreitung durch einen Stammbaum des Virus nach. Dabei konzentrierten sie sich auf die detaillierten genetischen Charakteristiken, die zeigen, wie sich das Virus im Laufe der Zeit entwickelt hat.
Paraskevis erklärte, dass sich Viren mit den Reisenden weiter verbreiten. Aus diesem Grund sollten die Gesundheitsprogramme in diesen Ländern sich nicht nur auf die lokale Bevölkerung konzentrieren. Präventionsprogramme sollten auch Migranten, Reisende und Touristen erfassen. Sie seien Hauptquellen und Hauptziele des Virus. (cpm)
Erstellt: 20.05.2009, 13:29 Uhr
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7 Kommentare
@H. Ramseier: Den beteiligten Wissenschaftler kann man sicher nicht ethisch fragwürdiges Verhalten vorwerfen. Die Fragestellung dieser Untersuchung ist legitim und wird nicht nur helfen die Verbreitung von Aids besser zu verstehen, sondern auch, wie im Artikel ausdrücklich erwähnt, den Kampf gegen die Verbreitung dieser Krankheit unterstützen. Ich sehe hier nirgends ein "Rassedenken". Antworten
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