Wissen
H1N1: Mehr als 6000 Menschen gestorben
Die Schweinegrippe plagt die Welt: Todesfälle vor allem in Nord- und Südamerika.
Dossier
Artikel zum Thema
Seit dem Ausbruch der Krankheit im April starben bis zum 1. November mindestens 6071 Menschen an einer Infektion mit dem Virus A (H1N1), wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mitteilte.
Die Zahl der Todesfälle stieg demnach innerhalb von nur einer Woche um mehr als 370. Die meisten Menschen, nämlich fast 4400, starben nach Angaben der WHO in Nord- und Südamerika. In Europa habe die Welle der saisonalen Grippe zudem «ungewöhnlich früh» begonnen.
128 neue Fälle in Genf
In der Schweiz ist die Schweinegrippe weiter auf dem Vormarsch: Im Kanton Genf wurde erstmals die Epidemieschwelle überschritten. Nach Chur und Thun wurde das H1N1-Virus nun bei Armeeangehörigen in Dübendorf nachgewiesen. Unterdessen hält die Kontroverse um die Impfungen ant.
Innerhalb einer Woche wurden im Kanton Genf 128 neue Fälle von Schweinegrippe nachgewiesen. Damit ist die Epidemieschwelle überschritten worden. Mehr als die Hälfte der Fälle betreffen Kinder im Alter unter 16 Jahren, wie die Genfer Gesundheitsdirektion bekannt gab. Acht Erkrankte wurden hospitalisiert. Bereits in der vergangenen Woche waren im Kanton Neuenburg zwölf neue Fälle von Schweinegrippe nachgewiesen worden. Wie am Freitag bekannt wurde, wird im Kanton Appenzell-Ausserrhoden in Rehetobel eine Kindergartenklasse wegen der Schweinegrippe vorübergehend geschlossen. Dies weil 14 von 19 Kindern krank sind. Bei zwei Kindern wurde der H1N1-Erreger nachgewiesen.
Auch vor der Armee macht das Virus nicht halt
Nach Chur und Thun hat die Schweinegrippe auch die Kaserne in Dübendorf erfasst. Dort sind ein Rekrut und ein WK-Soldat positiv auf das H1N1-Virus getestet worden, wie Armee-Sprecher Christoph Brunner am Freitag bestätigte. In Chur befinden sich von anfänglich 66 nach wie vor 27 Rekruten mit Grippesymptomen auf der Krankenabteilung. Die gesunden Rekruten werden in den regulären Wochenendurlaub entlassen, wie das VBS mitteilte. Der Schulkommandant habe entschieden, die geltende Einschränkung des Ausgangsrayons aufzuheben und die gesunden Angehörigen der Armee in den Wochenendurlaub zu entlassen.
Betroffen ist auch die Panzer-RS in Thun, wo 580 Rekruten seit einer Woche in Ausbildung sind. Trotz der Entwicklung in den Kasernen ist die Absage der Wiederholungskurse kein Thema. Wenn 90 Prozent eines WK krank seien, müsste man sich «schwer überlegen», den Dienst ausfallen zu lassen. Im Moment sei man davon weit entfernt.
Kontroverse um Impfungen setzt sich fort
Unterdessen ging der Disput um die Impfungen auch in der Schweiz weiter. Laut dem Schweizerischen Verein Homöopathischer Ärztinnen und Ärzte (SVHA) verläuft die Grippe in der Regel harmlos und es bestehen grosse Bedenken gegenüber beiden zugelassenen Impfstoffen Focetria und Pandemrix. Der Verein rät deshalb von der Impfung ab und ruft damit die Weltgesundheitsorganisation WHO auf den Plan. Diese distanziert sich auf AP-Anfrage von der Warnung. Der Verzicht könnte schwangere Frauen und ihre Föten im Falle einer Infektion mit der Schweinegrippe dem Risiko von ernsthaften Konsequenzen aussetzen. (bru/sda/ap)
Erstellt: 06.11.2009, 20:49 Uhr
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!






