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Kommt bald die Aids-Impfung?

Die Entdeckung zweier bislang unbekannter Antikörper gegen das HI-Virus könnte den lange ersehnten Durchbruch bei der Suche nach einem Impfstoff bringen.

Im Blut eines afrikanischen HIV-Patienten fanden US-Forscher die beiden Proteinmoleküle, die den Erreger in Schach halten. Ihr Wirkmechanismus könnte Wissenschaftlern eine Schwachstelle des Virus zeigen. Ermutigend ist auch die Tatsache, dass die Antikörper gegen verschiedene HIV-Typen Schutz bieten.

Bislang kannte man lediglich vier solche sogenannte breit neutralisierende Antikörper, die verschiedene HIV-Typen blockieren können. Allerdings lag der letzte Fund eines derartigen Proteins schon mehr als ein Jahrzehnt zurück. Mit neuen Verfahren analysierten die Forscher unter Federführung des Scripps Forschungsinstituts im kalifornischen La Jolla nun Blutproben von mehr als 1800 HIV-Trägern aus der ganzen Welt gezielt auf weitere solche Antikörper.

Wandlungsfähiges HI-Virus

Bei einem afrikanischen Spender stiessen sie auf neuartige Proteine. Beide blockieren das Virus offenbar weit effektiver als die vier bereits bekannten Antikörper und hemmen den Erreger - im Gegensatz zu diesen - vermutlich an einer Stelle, die sich nicht verändert.

Damit eröffnen sie neue Möglichkeiten, einen Impfstoff zu entwickeln, schreiben die Forscher im Magazin «Science». Bislang war die Suche nach einem Impfstoff vor allem an der beispiellosen Wandlungsfähigkeit des HI-Virus gescheitert. (cpm/ap/)

Erstellt: 04.09.2009, 16:48 Uhr

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