Wissen

Schweizer würden Embryonen der Forschung spenden

Aktualisiert am 05.05.2009 3 Kommentare

Schweizer Eltern sind gemäss einer Studie mehrheitlich bereit, ihre überzähligen Embryonen der Forschung zur Verfügung zu stellen.

Rund die Hälfte der Befragten würde zudem eine Embryonen-Spende an andere Paare einer Vernichtung der überzähligen Embryonen vorziehen, wie die am Dienstag veröffentlichte Studie weiter zeigt.

In der im Wissenschaftsjournal «Human Reproduction» veröffentlichten Studie hätten sich 70 Prozent der befragten Paare, die Eigner von überzähligen Embryonen nach fruchtbarkeitsmedizinischen Verfahren waren, offen für die Verwendung dieser überzähligen Embryonen für die Forschung gezeigt. 52 Prozent der Befragten hätten sich aber auch für eine Embryonen-Spende an andere Paare ausgesprochen. Damit werde diese Option der Zerstörung der Embryonen vorgezogen, obwohl sie gemäss der schweizerischen Gesetzgebung heute nicht gestattet sei, wird der Leiter des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich, FDP-Ständerat Felix Gutzwiller, in der Mitteilung zitiert.

Positive Einstellung

Ein Team des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich hat zusammen mit der Frauenklinik des Kantonsspitals Baden und den Zentren für Fruchtbarkeitsmedizin mittels Fragebogen 926 Frauen und Männer nach fruchtbarkeitsmedizinischen Verfahren untersucht. Die befragten Partnerinnen und Partner hätten mehrheitlich die Meinung geäussert, dass sowohl die Forschung an überzähligen Embryonen als auch die Embryonen-Spende nur unter strikten Rahmenbedingungen möglich sein sollten. Dabei habe sich gezeigt, dass die Einschätzung der Schutzwürdigkeit der Embryos durch die Eltern deren Haltung bezüglich Verwendung überzähliger Embryonen am stärksten beeinflusse.

Wenn das fruchbarkeitsmedizinische Verfahren erfolgreich gewesen sei und das Paar ein Kind gehabt habe, dann war es gemäss der Studie eher skeptisch bezüglich einer Embryonen-Spende an andere Paare. Religiöse Eltern, eher ältere Befragte und Befragte aus der Romandie hätten eine eher positive Einstellung zur Verwendung von überzähligen Embryonen für die medizinische Forschung geäussert. (sam/ap)

Erstellt: 05.05.2009, 17:32 Uhr

3

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

3 Kommentare

Sibylle Weiss

05.05.2009, 16:50 Uhr
Melden

Wenn die Embryonen nicht an andere Paare oder der Forschung übergeben werden,landen diese schlichtweg in der Mülltonne. Nachdem am Schluss der Mensch der Nutzniesser von der Forschung ist,liegt die Embyonenforschung am nähesten und erhöht den Erfolg eines Medikamentes auf gezielte Wirkung. Antworten


Ronnie König

06.05.2009, 13:44 Uhr
Melden

Warum nicht? Besser wie viele Tierversuche. Und Frau Weiss schreibt treffend: .....in der Mülltonne/Verbrennung! Antworten



Populär auf Facebook Privatsphäre


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!