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Schweinegrippe: Erstmals ein Teenager auf der Intensivstation

Die H1N1-Pandemiewelle breitet sich in der Schweiz weiter rasant aus. Sorge bereit die steigende Zahl von Patienten auf der Intensivstation.

Kapazitätsgrenzen bei den Labors seien erreicht: Daniel Koch vom BAG.

Kapazitätsgrenzen bei den Labors seien erreicht: Daniel Koch vom BAG.

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Pflege zu Hause

Der Schweizerische Samariterbund (SSB) hat die wichtigsten Tipps für die Pflege von Schweinegrippe-Patienten zu Hause im Internet aufgeschaltet. Je mehr Patienten es gebe, desto grösser sei die Gefahr, dass sich jemand anstecke, der seine Angehörigen pflege, erklärten SSB-Verantwortliche am Donnerstag vor den Medien in Bern. Man stelle fest, dass heute viele Menschen nicht mehr über das nötige Wissen verfügten, wie man Schwerkranke pflege und sich selbst vor einer Ansteckung schütze, sagte Monika Dusong, Zentralpräsidentin des Samariterbundes. Auf der Website Samariter.ch werden nun die allerwichtigsten Informationen, Tipps und Tricks der häuslichen Pflege in einer Serie von Fotostorys angeboten. Gezeigt werden etwa das richtige Händewaschen oder Hilfsmittel für die Betreuung. Bereits seit Mai dieses Jahres bietet der SSB einen Kurs über die Pflege von Patienten mit ansteckender Krankheit an. Leider hätten viele Kurse mangels Anmeldungen abgesagt werden müssen.

Die Schweinegrippe ist in der Schweiz weiter auf dem Vormarsch. Die Kurve der im Labor bestätigten Fälle steigt die fünfte Woche in Folge an. Allein letzte Woche waren es 2432 neue Fälle. Gesamthaft steigt in der Schweiz die Zahl der bestätigten Fälle auf 6691.

Allein seit vergangenem Montag wurden laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) 24 neue Spitaleinweisungen verzeichnet. Zuvor waren es insgesamt 123. Zudem mussten seit Montag zehn Patienten auf die Intensivstation verlegt werden, wie Daniel Koch, der Leiter der BAG-Abteilung Übertragbare Krankheiten sagte. Zuvor waren es insgesamt 28 Fälle.

27'000 Konsultationen

Besorgt zeigte sich Koch auch darüber, dass vermehrt auch jüngere Menschen auf Intensivstationen liegen, so ein 14-Jähriger und ein etwas Älterer. Bisher brauchten nur Patienten über 30 Jahren Intensivpflege. Die Zahl der Schweingerippe-Fälle steigt laut BAG seit drei Wochen ununterbrochen an. Letzte Woche wurden gemäss den Angaben 350 Arztkonsultationen auf 100'000 Einwohner verzeichnet, was insgesamt etwa 27'000 Konsultationen entsprach.

Am meisten betroffen waren Kinder und Jugendliche zwischen null und 14 Jahren, doch stieg die Fallzahl auch bei den 30- bis 64-Jährigen leicht an. Praktisch alle Fälle von Grippesymptomen gingen derzeit in ganz Europa auf das H1N1-Virus zurück, sagte Koch. Letzte Woche waren in der Schweiz 2400 H1N1-Fälle bestätigt.

Die Laborkapazität sei bald erreicht, sagte Koch. Er bestätigte, dass in der Schweiz bisher vier Menschen der Schweinegrippe erlegen sind. Die weltweite Zahl der Todesfälle bezifferte er auf bisher 6770. (sam)

Erstellt: 26.11.2009, 17:08 Uhr

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