Wissen
Schweinegrippe-Patientin stirbt in Deutschland
Essener Uni-Klinikum.
Artikel zum Thema
1200 Fälle in der Schweiz
In der Schweiz sind bis am Freitag 1201 Fälle von Schweinegrippe bestätigt worden. Derzeit werden in den Labors täglich rund zehn neue Fälle bestätigt, wie der Liste des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zu entnehmen ist. Da die Tests nur noch bei Personen durchgeführt werden, die schwere Symptome aufweisen, bei denen ein Komplikationsrisiko besteht oder die Kontakt mit Personen mit einem erhöhten Komplikationsrisiko hatten, entspricht die aufgeführte Anzahl Fälle nicht der effektiv an Schweinegrippe erkrankten Menschen. Seit Anfang Juli wurden insgesamt 25 Hospitalisationen gemeldet. Zudem sind 27 Häufungen von Fällen etwa in Schulen oder Ferienlagern, Kasernen oder im Gesundheitsbereich bekannt.
Es könnte sich damit um den ersten Schweinegrippen-Todesfall in Deutschland handeln. Allerdings steht nach Angaben der Ärzte bislang nicht fest, ob die Patientin tatsächlich unmittelbar an der Schweinegrippe selbst und ihren Komplikationen verstarb, oder ob vielmehr bakterielle und virale Infektionen nur zufällig zusammen auftraten. Aufklärung könnten hier nur weitere Untersuchungen geben, berichtete das Krankenhaus.
Künstliche Lunge
Bei der 36-Jährigen waren vor der Aufnahme in einem Ruhrgebiets-Krankenhaus Grippesymptome aufgetreten. Sie war dann in das Uniklinikum Essen verlegt worden, weil nur dort die Behandlung mit einer künstlichen Lunge möglich war. Auf der Intensivstation stellte sich heraus, dass in Blut und Lunge der Patientin nicht nur Bakterien, sondern auch Erreger der Schweinegrippe nachweisbar waren.
Weiterhin stabil ist dagegen der Zustand eines schwer an Schweinegrippe erkrankten 20-jährigen Kölners, der in der Uni-Klinik Bonn behandelt wird. (bru/ap)
Erstellt: 25.09.2009, 17:34 Uhr







