Wissen

Wundermittel Tamiflu hilft kaum mehr

Von Dani Glaus. Aktualisiert am 03.12.2008 20 Kommentare

Schon bis zu 80 Prozent der Grippeviren resistent gegen das Medikament von Roche, das einst als Wunderwaffe etwa im Kampf gegen die Vogelgrippe gegolten hatte.

Sorgte bei Roche einst für riesig Umsätze: Tamiflu.

Sorgte bei Roche einst für riesig Umsätze: Tamiflu.

Die Ärzte verlieren ihr wichtigstes Mittel im Kampf gegen Grippeviren. Diese werden zunehmend resistent gegen den Wirkstoff Oseltamivir, der in Tamiflu von Roche enthalten ist. Virologen der Universität Genf warnen, dass Oseltamivir diesen Winter gegen bis zu 80 Prozent der Influenza-A-Viren nichts mehr ausrichten könnte. In der vorletzten Saison lag die Resistenz bei rund 18 Prozent, wie das nationale Influenza-Zentrum feststellte.

Völlig machtlos sind Ärzte bei einer ausgebrochenen Grippe nicht. Es gibt noch zwei andere Wirkstoffe. Allerdings sind diese komplizierter einzunehmen, weniger verbreitet und auch älter.

Zu wenig Menschen impfen sich

Die Grippeviren werden immer fitter gegen Tamiflu , weil sich zu wenig Menschen gegen die Grippe impfen, meint Katia Boggian von der Infektiologie des Kantonsspitals St. Gallen. Denn: Je mehr Menschen an der Grippe erkranken, desto häufiger kommt Tamiflu zum Einsatz. Und je mehr Tamiflu -Pillen geschluckt werden, desto rascher entwickeln die Viren eine Resistenz gegen sie.

Boggian fordert ihre Ärztekollegen deshalb auf, so viele Menschen wie möglich zu impfen – insbesondere für geschwächte Personen wie Ältere oder Kranke kann eine Grippe tödlich sein. (NEWS)

Erstellt: 03.12.2008, 06:51 Uhr

20

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

20 Kommentare

Theo Koch

03.12.2008, 08:32 Uhr
Melden

Vielleicht sollte man den Virus beim Entstehen bekämpfen, wenn sinnlos Hühner von Afrika kann China verschifft werden. Aber man vertraut blind der Schulmedizin, welche alle impfen wollen. Aber wer verdient wieder beim Impfen? Und gibt es denn wirklich keine anderen Schutz, als sich Gift in den Körper zu spritzen? Wacht auf, setzt den Menschenverstand ein. Medien, macht euch schlau und berichtet! Antworten


Markus Berger

03.12.2008, 10:24 Uhr
Melden

Tamiflu hätte nie auf den Markt kommen dürfen. Trotzdem konnte Roche dank der Vogelgrippehysterie mit diesem "Flopprodukt" Milliarden umsetzen. Mit Angst konnte man schon immer sehr viel Geld generieren. Darum mein Tipp: etwas mehr Vertrauen in die eigene Gesundheit und zuätzlich eine gute Portion gesunden Menschenverstand. Antworten



Populär auf Facebook Privatsphäre


Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!