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Zigarettenverpackungen täuschen Raucher
Trotz gesetzlicher Regelungen können die Zigarettenhersteller mit geschickt gestalteten Verpackungen weiterhin über die Gefährlichkeit ihrer Produkte hinwegtäuschen. Das geht aus einer Studie kanadischer Wissenschaftler hervor. Für ihre Untersuchung präsentierten die Forscher der Universität aus dem kanadischen Waterloo 600 Rauchern und Nichtrauchern Verpackungen erfundener Zigarettenmarken. Dabei stellten sie fest, dass die Konsumenten vom Design der Schachteln intuitive und oft falsche Rückschlüsse auf den Teergehalt der darin enthaltenen Zigaretten ziehen.
Himmelblau weniger gefährlich als grau
So waren 80 Prozent der Teilnehmer an der Studie der Meinung, dass himmelblau verpackte Glimmstängel weniger schädlich seien als Zigaretten aus einer grauen Schachtel. Sieben von zehn Befragten gingen ausserdem davon aus, dass das auf die Verpackung gedruckte Wort «Teerfilter» den Inhalt weniger gefährlich mache.
Zwar ist die Verwendung von Begriffen wie «leicht», «mild» oder «weniger Teer» auf Zigarettenverpackungen in vielen Ländern verboten. Die Autoren der Studie rieten aber am Mittwoch dazu, die gesetzlichen Regelungen noch weiter zu verschärfen. (vin/sda)
Erstellt: 05.08.2009, 20:33 Uhr







